Eine neue Ära in Beziehungen zwischen Serbien und Russland - Nikolic und Putin unterzeichnen Erklärung über strategische Partnerschaft
Montag, 27.05.2013.
02:17
(Tomislav Nikolić und Wladimir Putin)
Russland und Serbien haben nach Gesprächen von Wladimir Putin und Tomislav Nikolic, der Präsidenten beider Länder, in Sotschi eine Erklärung über die strategische Partnerschaft unterzeichnet, berichtet Itar-Tass.
Das Dokument, das längere Zeit vorbereitet worden ist, soll die Beziehungen auf eine neue Ebene bringen und unterstreicht die traditionelle Verwandtschaft beider Länder.
- Heute ist ein historischer Tag für Serbien. Serbien hat seine jahrzehntelange Bruderschaft mit der Russischen Föderation formalisiert - sagte Nikolic und fügte hinzu, dass diese Erklärung Bedingungen für die Nutzung der außerordentlichen Potenziale beider Länder schaft.
An einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen kündigten Putin und Nikloic eine Reihe gemeinsamer Projekte und Investitionen an, vor allem im Energiesektor.
Die russische Seite werde die Finanzierung des serbischen Abschnitts der South Stream-Pipeline in Höhe von 1,7 Milliarden Euro übernehmen und sei bereit, in den kommenden Jahren weitere anderthalb Milliarden zu investieren, erklärte Präsident Wladimir Putin nach Gesprächen mit seinem serbischen Amtskollegen Tomislav Nikolić in Sotschi.
Der Baubeginn des serbischen Abschnitts sei für Ende des Jahres geplant, erinnerte er.
Im Bezug auf Kosovo erklärte Putin die Unterstützung für Serbien in dessen Verhandlungen zu diesem Thema mit der Notwendigkeit, sich auf die Beschlüsse der Vereinten Nationen zu stützen.
Der serbische Präsident Tomislav Nicolic hat sich bei Moskau für dessen prinzipielle Kosovo-Position bedankt.
Für Belgrad sei Russlands Unterstützung auf der internationalen Arene wichtig, wo Moskau sich für eine friedliche Lösung dieses Problems auf Grundlagen der Achtung der serbischen Republik stark macht, teilte Nicolic Itar-Tass im Vorfeld seines Besuches nach Russland mit.
Die Russische Eisenbahn (RZD) hat mit Serbien einen Vertrag über den Bau und die Rekonstruktion der Eisenbahn-Infrastruktur und die Lieferung von Dieselzügen unterzeichnet.
Der Vertrag wurde im Rahmen des Regierungsabkommens über die Gewährung eines Exportkredits an Serbien in Höhe von 800 Millionen US-Dollar geschlossen. Die Gültigkeitsdauer des Vertrags beträgt fünf Jahre.
Dem Treffen von zwei Staatspräsidenten wohnten der erste Vizepremier Serbiens Aleksandar Vucic und der Außenminister Serbiens Ivan Mrkic sowie der russische Minister für auswärtige Angelegenheiten Sergei Lawrow und der Berater von Putin, Jurij Ushakow bei.
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