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Lufthansa streicht 1.700 Flüge - Warnstreik des Bodenpersonals

Quelle: Novosti Montag, 22.04.2013. 14:02
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Podeli

In Deutschland bleiben die Flugzeuge der Lufthansa am Montag im Hangar. Das Bodenpersonal hat die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft fordert 5,2 Prozent mehr Gehalt und Jobgarantien. 70 Flüge aus Österreich fallen aus.

Das Bodenpersonal der deutschen AUA-Mutter Lufthansa macht ernst: Mit Schichtbeginn an den meisten deutschen Flughäfen blieben die Schalter der Airline leer. Chaos verursachte der angekündigte Warnstreik an den Flughäfen zunächst nicht. Bei der Lufthansa hat Montag früh ein deutschlandweiter Warnstreik begonnen. Die Fluggesellschaft hatte im Vorfeld fast alle Flüge gestrichen. "Die Streiks sind überall angelaufen mit den ersten Schichten", sagte die Sprecherin der deutschen Gewerkschaft ver.di, Martina Sönnichsen.

Die Gewerkschaft hatte zu dem ganztägigen Arbeitsausstand aufgerufen und rechnet mit mehreren tausend Technikern und Servicekräften, die sich beteiligen werden.

ver.di fordert im Kollektivvertragskonflikt mit Lufthansa 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien für rund 33.000 Mitarbeiter. Lufthansa hatte die Forderungen mit einem nach Geschäftsfeldern modifizierten und in Teilen erfolgsabhängigen Vergütungsangebot gekontert. Über einen Zeitraum von 29 Monaten kämen einzelne Berufsgruppe auf eine Steigerung von mehr als 3 Prozent, hatte Personalvorstand Lauer erklärt. Jobgarantien macht Lufthansa von strukturellen Änderungen etwa zu längeren Arbeitszeiten und verschobenen Stufensteigerungen abhängig.

Ein Lufthansa-Sprecher sagte, die Fluggesellschaft rechne nicht mit einem großen Ansturm. Sie gehe davon aus, dass sich viele Passagiere im Vorfeld der Warnstreiks informiert hätten.

Dagegen bereitet sich die Bahn auf einen Ansturm an den Gleisen vor, weil Lufthansa-Passagiere, die Flüge gebucht haben, kostenlos mit dem Zug fahren können. Die Bahn hatte angekündigt, zusätzliche Züge und mehr Personal einsetzen.

Es ist bereits die zweite Welle von Arbeitsniederlegungen. Am 21. März waren bei einem kürzeren Warnstreik bundesweit 700 Flüge ausgefallen. Die nächste Verhandlung zwischen den Tarifparteien steht am 29./30. April an.

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