HYPO verlangt mehr Zeit
Donnerstag, 14.03.2013.
16:04
Brüssel geht der Umbau der notverstaatlichten Hypo Alpe Adria Bank entschieden zu langsam. Die EU-Kommission verlangt ultimativ plausible Restrukturierungsfahrpläne für die Bank.
Die Hypo hingegen will mehr Zeit und bis zu fünfjährige Fristerstreckungen. Hypo-Chef Gottwald Kranebitter hat vor einem "zerstörerischen" Notverkauf gewarnt. Und er hat die Kosten einer sofortigen Schließung mit 5 bis 6 Mrd. Euro beziffert. Kranebitters Mandat an der Hypo-Spitze wurde gestern vom Aufsichtsrat um drei Jahre verlängert.
Die Bank warnt auch vor Notverkäufen ihrer Balkan-Töchter mitten in einem ausgetrockneten Markt und mitten in der dortigen Rezession. Über Klaus Liebscher, Chef der Finanzmarktbeteiligungsgesellschaft des Bundes (Fimbag), bestätigte die Republik den Wunsch an die EU, man möge der Hypo mehr Zeit geben. Heute werden die Zahlen für 2012 erwartet.
Wie viel Zeit die Hypo hat, um "geordnet" und vor allem steuergeldschonend zurückzufahren, ist völlig offen. Am Freitagabend hatte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia bei einer Veranstaltung in Brüssel die Regierung kritisiert: "Die Bank erhält seit 2008 staatliche Unterstützung und die österreichischen Behörden sind noch immer nicht in der Lage, uns eine endgültige Entscheidung oder einen sinnvollen Restrukturierungsplan für diese Bank vorzulegen." Die Aufforderung wurde umgehend als Drohung der EU aufgefasst, die Hypo Alpe Adria zu schließen.
Addiko bank ad Beograd

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