Serbien verpasste Investitionen im Wert von 2 Mrd. Euro in "grünen Strom" - Wir stellen Ihnen den Aktionsplan der Republik Serbien für erneuerbare Energien vor
Freitag, 01.03.2013.
13:58
Es ist bekannt, dass Serbien über, ein starkes Potenzial für die Nutzung der erneuerbaren Energiequellen verfügt. An einer Konferenz in der Wirtschaftskammer Serbien konnte sich die Öffentlichkeit mit den konkreten Plänen und Aktionen des Staates für die Nutzung dieser Naturressourcen bekannt machen. Man konnte dort, unter anderem, hören, dass unser Land in den letzten drei Jahren Investitionen im Wert von fast 2 Mrd. Euro in diesem Bereich verpasst hat.
Der Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energien sieht vor, dass 27% des Energiebedarfs der Republik bis 2020 aus erneurbaren Quellen gedeckt wird, und präzisiert dabei die Beteiligung aller Energiequellen: Wind, Biomasse, Wasserenergie u.a.
Erneuerbare Energiequellen sollten bis 2020 2.563,6 ktoe (Kilotonne of Oil Equivalent) erreichen. Das heißt, dass erneuerbare Energiequellen von 2009 bis 2020 um 621,0 ktoe zu erhöhen sind. In Hinsicht auf das bestehende Potenzial und ungenutzte Chancen kann Serbien dieses Ziel für 2020 aus einheimischen Quellen erreichen, außer, wenn es um die erforderte Beteiligung von Biokraftstoff von 10% im Transportbereich geht. In Hinsicht auf die bestehenden Kapazitäten für die Herstellung von Biokraftstoffen aus Biomasse der zweiten Generation, im Einklang mit den Normen für die Emission von Treibhausgasen, sowie auf das Fehlen der Regeln und der notwendigen Infrastruktur für ihre Anwendung im Bereich der Biokraftstoffe, muss Serbien mit dem Import von Biokraftstoff 2018 rechnen.
Der Aktionsplan für erneuerbare Energien rundet den bestehenden Rechtsrahmen für erneuerbare Energiequellen ab, erklärte die serbische Energieministerin Zorana Mihajlovic an der Konferenz in der Wirtschaftskammer.
Zu den wichtigsten Neuigkeiten im Rechtsrahmen gehören die Abänderungen des Gesetzes über Energiewirtschaft, die die Erteilung von Energiegenehmigungen und Zustimmungen betreffen, sowie neue Verpflichtungen für Investoren.
Man hat vier Verordnungen über Einspeisevergütungen für erneuerbare Energiequellen beschlossen. In der vergangenen Woche wurden alle interessierten Investoren aufgerufen, sich um den Bau von Kleinwasserkraftwerken auf 316 Standorte in 17 Gemeinden in Serbien zu bewerben. Sie können sich bis 5. April 2013 anmelden.
An der Konferenz wurden auch folgende Führer für Investoren präsentiert: Bau von Anlagen und Erzeugung von Strom aus Biomasse in der Republik Serbien, Bau von Anlagen und Erzeugung von Strom in Kleinwasserkraftwerken in Serbien, Bau von Anlagen und Erzeugung von Strom in Windparks in Serbien, Bau von Anlagen und Erzeugung von Strom und Wärme aus Erdwärme in Serbien, Bau von Anlagen und Erzeugung von Strom in Solarkraftwerken in Serbien und Bau von Solarsystemen in Serbien.
Der Assistent der Energieministerin Dejan Trifunovic wies auf obligatorische Indikatoren für die Überwachung der Implementierung des Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien hin: Beteiligung der erneuerbaren Energien am Brutto-Energieverbrauch, Beteiligung der erneuerbaren Energiequellen in Bereichen wie Heizung und Kühlung, Beteiligung der erneuerbaren Energiequellen im Sektor der elektrischen Energie, im Transport, sowie der Gesamt-Energieverbrauch in Bereichen Heizung und Kühlung, elektrische Energie und Transport. Er wies auch auf die größte und ungenutzte erneuerbare Energiequelle in Serbien - Biomasse - hin, deren Potenzial auf fast 3,3 Mio. toe jährlich geschätzt wird.
Potenzial
Biomasse hat ein Potenzial von 3,3 Mio. toe jährlich, Wasser von 1,7 Mio. toe (0,8 Mio. toe jährlich bleiben ungenutzt), Erdwärme 0,2 Mio. toe, Windenergie 0,2 Mio. toe und Solarenergie 0,6 Mio. toe jährlich.
Wir möchten hier Lesern von "eKapija" den Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien sowie Führer für Investoren exklusiv vorstellen.
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