Erste Bank will Hypo Bank in Serbien, aber nicht RBV
Mittwoch, 16.01.2013.
16:16
Die österreichische Erste Gruppe hat eine Absichtserklärung bezüglich der Übernahme der serbischen Tochter der Hypo Alpe-Adria Bank eingereicht und wartet auf die Antwort der österreichischen Regierung, gab heute in Belgrad der Präsident des Exekutivausschusses der Erste Gruppe, Andreas Treichl, bekannt.
- Im Falle einer negativen Antwort der österreichischen Bank oder wenn unser Angebot unakzeptabel ist, haben wir einen Backup-Plan für die weitere Expansion am serbischen Markt - sagte Treichl für die Presse.
Der Backup-Plan sieht das "organische Wachstum" der Erste Bank in Serbien bzw. die Expansion des Privatkundengeschäfts der Bank vor, präzisierte er.
- 2012 ar ein erfolgreiches Geschäftsjahr für die Erste Bank in Serbien - sagte Treichl und fügte hinzu, dass Serbien einen wichtigen und aussichtsreichen Markt für die "Erste Gruppe" darstelle.
Die Bank sei nicht an der Übernahme der Entwicklungsbank der Vojvodina (RBV) interessiert, erklärte der Präsident des Exekutivausschusses der Erste Bank in Serbien, Slavko Ceric.
-- Wir waren bereit, uns um die Übernahme der Anlagen in der Entwicklungsbank der Vojvodina zu bewerben, bevor die Regierung Serbiens den ursprünglichen Plan verändert hat und jetzt auf der Übernahme von Anlagen und Filialen der Entwicklungsbank im Paket besteht - sagte Ceric.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Banksektor und der Zentralbank Serbiens sei, laut seinen Worten, ausgezeichnet, seitdem Jorgovanka Tabakovic das Amt der Zentralbankpräsidentin übernahm.
- Die Zentralbankpräsidentin ist zum ersten Mal bereit, nach einer Lösung für mehr Investitionen in Serbien gemeinsam mit Banken zu suchen - sagte Caric und lobte die Entscheidung der Zentralbank, die Übernahe von Problemkrediten der Unternehmen zu erlauben.
Der Präsident des Exekutivausschusses der "Erste Gruppe", Andreas Treichl, empfiehlt der Regierung Serbiens, einen klaren, langfristigen Plan für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu erstellen und ein "starkes Verwaltungsapparat" zu bilden, das mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union verhandeln sollte.
- Das Ergebnis der Verhandlungen, von größter Bedeutung für die Zukunft Serbiens, für seine Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität für ausländische Investoren, hängt vor allem von der Qualifizierung und vom Einsatz der Verwaltung - unterstrich Treichl.
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