Dinkic unterzeichnete Investitionsvorvertrag mit Emiraten - "Al Dahra" investiert 200 Mio. Euro in Landwirtschaft
Montag, 14.01.2013.
04:26
Der serbische Finanz- und Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic unterzeichnete am 13. Januar in Abu Dhabi im Namen der Regierung Serbiens einen Vorvertrag über Investitionen in Landwirtschaft mit Vertretern des Unternehmens "Al Dahra", teilte das serbische Finanzministerium mit.
Der Vorvertrag sieht vor, dass das führende Agrar-Industrie-Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten "Al Dahra" etwa 200 Millionen Euro in 8 staatliche Landwirtschaftsbetriebe in Serbien investiert.
100 Mio. Euro sollten in den Bau eines Bewässerungssystem und in den Erwerb von moderner Ausstattung, und restliche 100 Mio. Euro in den Erwarb der 80-prozentigen Beteiligng an gemeinsamen Unternehmen. Die Republik Serbien wird 20% des Eigentums behalten.
Die serbische Landwirtschaft bekommt dadurch Investoren mit dem größten Kapital in der Welt. Das frische Kapital und die Einführung der modernsten landwirtschaftlichen Methoden ist etwas, was in Serbien seit Jarhzeihnten gefehlt hat, um den fruchtbaren Boden maximal zu nutzen, heißt es in der Mitteilung.
Außer Investitionen in eigene Produktionskapazitäten in den übernommenen landwirtschaftlichen Betrieben sollte dieses Unternehmen einheimische Landwirte als Zulieferer beschäftigen. Alle Überschüsse sollten im Ausland bgesetzt werden. Das Unternehmen "Al Dahra" verfügt über ein weit verbreitetes Handelsnetz.
Gleichzeitig plant „Al Dahra“ in den Bau von Logistikzentren für den Export von landwirtschaftlichen Produkten zu investieren, in erster Linie in die Errichtung neuer Hafenanlagen in Pancevo.
Die Importe und der Absatz unserer landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Ausland werden auf diese Weise erhöht, sowie die Lebensqualität der Landwirte. Alles das wird zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung und Verbesserung der serbischen Außenhandelsbilanz beitragen.
Der Partner aus Abu Dhabi hat sich zu Investitionen im Wert von 100 Mio. Euro in die Entwicklung der landwirtschaftlichen Technik und Methoden sowie in den Bau der vollständigen Bewässerungsinfrastruktur auf einer Fläche von 14.000 m2 verpflichtet, im Besitz oder gepachtet von erwähnten acht landwirtschaftlichen Betrieben. Man will auch in den Bau von neuen Lebensmittelfabriken investieren.
In Abu Dhabi wurde, außerdem, ein Abkommen über Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen Serbien und den Vereinigten Arbischen Emiraten unterschrieben.
Das Abkommen wurde vom Finanzminister der Vereinigten Arabischen Emiraten, Obaid Humaid Al Tayer, und dem serbischen Finanz- und Wirtschaftsminister, Mladjan Dinkic, unterzeichnet.
Dinkic traf sich auch mit dem Generaldirektor des Entwicklungsfonds von Abu Dhabi, Mohammed Saif Al Suwaidi.
Man hat sich mit Vertretern der Fonds über die zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Modernisierung der bestehenden und den Bau der neuen Infrastruktur für Be- und Entwässerung in ganz Serbien geeinigt.
Das Geld dieses Fonds sollte, teilweise, für langfristige günstige Kredite für serbische Landwirte für den Erwerb von neuen Landmaschinen und Ausstattung vor allem für individuelle Bewässerungssysteme genutzt werden, um die Ernteergebnisse im Getreide-, Obst- und Gemüseanbau zu verbesern.
Es ist unnötig zu betonen, wie wichtig die Einführung der neuen Bewässerungssystem für Serbien ist, in Hinsicht auf die Folgen der unglaublich langen Dürre im Vorjahr und die Klimaänderung, die heiße Sommer und ergiebige Niederschläge bringen. Man braucht immer effizientere Be- und Entwässerungssysteme.
Die Zusammenarbeit mit Vereinigten Arabischen Emiraten wird dadurch noch wichtiger, weil sie die Stabilität in der Lebensmittelproduktion sichern.
Man einigte sich auch über einen Besuch der Delegation des Entwicklungsfonds von Abu Dhabi in den kommenden Wochen in Belgrad, wo man die Details des Abkommens erörtern kann.
Dinkic hat sich auch mit der Geschäftsleitung des Unternehmens "Mubadala" getroffen. Es handelt sich um eines der größten Investitionsgesellschaften im Persischen Golf, sehr präsent am internationalen IT-Markt.
Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten für Halbleiter in den USA, Singapur und Deutschland, die 2012 einen Umsatz von 4,6 Mrd. US-Dollar gemacht haben.
Bei einem Treffen mit dem Exekutivdirektor von "Mubadala", Herrn Waleed Ahmad Al Mokarrab Al Muhairi hat man sich darüber geeinigt, dass ein Expertenteam des Unternehmens die Möglichkeiten für den Bau einer Produktionsstätte für Halbleiter (Chips) in Serbien mit der Anwendung der modernsten Technologie prüft. Im Falle einer positiven Entscheidung könnten hier fast 1000 einheimische Ingenieure beschäftigt werden. Das würde die intensive Zusammenarbeit mit technischen und naturwissenschaftlichen Hochschulen in Serbien verlangen.
Dinkic informierten seine Gastgeber über die Bereitschaft der Regierung Serbiens, die Realisierung dieses Projekts völlig zu unterstützen, in Hinsicht darauf, dass es sich um dne IT-Sektor geht. Die Informationstechnik gehört zu Prioritäten in den Entwicklungsplänen der Regierung Serbiens. Es wäre zugleich die wertvollste Investition in der serbischen Geschichte - im Wert von fast 4 Mrd. US-Dollar, heißt es in der Mitteilung.

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