Baubeginn fšr South Stream
Freitag, 07.12.2012.
11:46
Russland stößt heute mit dem Baubeginn für die rund 2.400 Kilometer lange Pipeline "South Stream" weiter auf den europäischen Energiemarkt vor. Kreml-Chef Wladimir Putin, der russische Gasmonopolist Gasprom und Partner aus etwa zehn Ländern wollen am Schwarzen Meer nahe der russischen Stadt Anapa den Startschuss für das gigantische Energieprojekt geben. Die Gesamtkosten werden auf 16 Mrd. Euro geschätzt.
Durch die Leitung soll von 2015 an Gas fließen. Durch die insgesamt vier Stränge sollen dann bis zu 63 Mrd. Kubikmeter Gas jährlich strömen. Russland will wie mit der Ostsee-Pipeline "North Stream" vor allem den wachsenden Energiehunger in Europa stillen, der durch den Atomausstieg entsteht.
Herzstück der "South Stream"-Leitung ist ein 925 Kilometer langer Abschnitt durch das Schwarze Meer, bis zu 2250 Meter tief und berührt türkische Hoheitsgewässer.
Die 1.455 Kilometer lange Landleitung beginnt in dem bulgarischen Badeort Warna und endet an der italienischen Grenze in Tarvisio.Die Pipeline zieht sich durch Bulgarien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Ungarn und Slowenien.
Das maßgeblich von Putin vorangetriebene Projekt gilt als Konkurrenz für das lange von der EU favorisierte "Nabucco"-Vorhaben. Experten sehen angesichts von "South Stream" aber kaum Chancen für das Projekt, durch das Gas aus dem Kaspischen Meer unter Umgehung Russlands nach Europa transportiert werden sollte. Als wichtigster Partner hatte die Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan zuletzt eine kleinere Variante des Vorhabens ins Spiel gebracht.

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