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U.S. Steel trennt sich von der slowakischen Tochter in Kosice - "ThyssenKrupp" interessiert am Stahlwerk

Quelle: seebiz.eu Mittwoch, 14.11.2012. 15:57
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Der amerikanische Stahlkonzern US Steel will sich offenbar von seinem Werk in Kosice in der Ostslowakei trennen.

Trotz der wirtschaftlich herausfordernden Situation in Europa sei das Werk in der Slowakei viel besser hinsichtlich Produktmix, Marktzugang und Kostensituation positioniert als das ehemalige US-Steel-Werk in Serbien.

Der serbische Staat hat das Werk im serbischen Smederevo wie berichtet zu Jahresbeginn um einen US-$ von US Steel übernommen. Davor war der Stahlkocher bereits monatelang auf Sparflamme gelaufen; die Gemeinde versuchte, mit Steuererleichterungen den Investor zu halten.

Doch billiger Stahl aus China und die schwache Nachfrage besiegelten den Rückzug des Pittsburgher Stahlkonzerns aus Serbien. Laut US Steel belief sich der Betriebsverlust 2011 auf 152 Millionen Euro, über 5000 Arbeitnehmer waren beschäftigt. Seither versucht die serbische Regierung, einen Käufer für das Werk zu finden. Interesse soll bisher aus der Ukraine und zuletzt vom russischen staatlichen Güterwaggonerzeuger Uralvagonzavod gekommen sein.

Das Werk im ostslowakischen Kosice fuhr 2011 einen operativen Verlust von 17,7 Millionen Euro ein. Der Nettoverlust betrug zwei Millionen Euro. Die höheren Kosten für Rohstoffe und Energie sowie Kosten im Zusammenhang mit CO2 Zertifikaten, die an Wert verloren haben, hätten die günstigeren Verkaufserlöse zunichtegemacht, so der Geschäftsbericht 2011.

Anhaltend schwierig sei auch das wirtschaftliche Umfeld in Europa gewesen. Der Nachfragerückgang in der zweiten Jahreshälfte führte zu einem Produktionsrückgang.

Im heurigen Frühjahr wurde der Abbau von 1655 Arbeitsplätzen bis 2015 angekündigt. Mit 11.000 Mitarbeitern ist US Steel Kosice eines der größten Unternehmen der Slowakei. Bis 2010 profitierte der Konzern in der Slowakei von Steuerbefreiungen, die in Summe 430 Millionen US-Dollar ausgemacht haben sollen.

Mitte Oktober hat der Weltstahlverband angesichts der Unsicherheiten wegen der Eurokrise und des schwächer werdenden Wachstums in China seine Prognosen nach unten korrigiert.

Im April rechnete der Verband noch mit einem Wachstum des weltweiten Stahlverbrauchs von 3,6 Prozent. Jetzt sollen es heuer nur 2,1 Prozent sein. 2013 soll der Verbrauch um 3,2 statt 4,5 Prozent auf 1455 Milliarden Tonnen steigen. Besonders negativ sei der Ausblick für Europa. Dort beeinträchtige die Eurokrise die Stahlwirtschaft schwer.

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