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Frische Kapitalisten gegen "Real Madrid" - Ist ein Zusammenschluss von DFG, Nectar, MK, Victoria, Agrokor, Podravka und Atlantic möglich?

Quelle: eKapija Mittwoch, 03.10.2012. 14:29
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Als der Direktor der "Danube Foods Group" (DFG) Slobodan Petrovic, der älteste Teilnehmer an einer Podiumdiskussion über regionale Business-Allianzen in der Wirtschaftskammer Serbien, auf Hindernisse für die Fusion der größten einheimischen Lebensmittelhersteller hinwies, waren viele Anwesende überrascht.

Eine Balkan-Idylle, in welcher Kostic in Cina für Produkte von "PIK Vrbovec" wirbt, und seine Erzeugnisse über "Podravka" in der Türkei platzieren will, schien auf einmal nicht so gewiss zu sein.

Und hier ist, was Petrovic sagte:

- Die "Danube Foods Group" verhandelte über den Kauf, Verkauf, Zusammenschluss und Merger mit fast allen, die heute anwesend sind - mit "Agrokor", "MK Group", "Nectar" und "Atlantic Group". Und wissen sie was - in allen Fällen ohne Erfolg. Wir sind gescheitert, weil wir alle sehr frische Kapitalisten sind und jeder von besteht auf der Mehrheitsbeteiligung, oder nichts. Wir müssen diesen Wunsch überwinden. Stellt ihr nur vor, wie groß diese Industrie wäre!

Riesen daheim, Zwerge in Europa

Die Diskussion über Allianzen in der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie fand unlängst im Rahmen des Management-Forums der Wirtschaftskammer Serbien statt. Anwesend waren außer Petrovic, auch Enzo Smrekar aus "Droga Kolinska" ("Atlantic Group"), Ante Todoric, Exekutivpräsident von "Agrokor", Zoran Mitrovic aus der "Victoria Group", Bojan Radun aus "Nectar", Zvonimir Mrsic aus "Podravka", Miodrag Kostic aus der "MK Group", und Zlatko Bazijanac, Direktor von "AT Kearney".

(Slobodan Petrovic)

Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, sie müssen um jeden Preis wettbewerbsfähig sein, um an einem liberalisierten Markt erfolgreich zu sein.

Es ist nicht besonders schwierig, daraus zu schlussfolgern, dass die Verknüpfung starker regionaler Unternehmer immer wichtiger wird. Anspruchsvolle Märkte wie die EU und Russland verlangen nicht nur hohe Qualität und günstige Preise, sondern auch entsprechende Mengen. Einheimische Riesen, sind, tatsächlich, Zwerge am internationalen Markt. Regionale Zucker-, Pasten- und Obstsaftkönige sind gemeinsam "nur" 7 Mrd. Euro und ihre Mitbewerber vom Weltmarkt zwichen 200 und 300 Mrd. Euro schwer.

Es bleibt zu sehen, wie verhindernd die von Petrovic genannte Faktoren sind - alles ist möglich, wenn die Eigentumsstruktur unverändert bleibt. Und wenn das richtig ist, bedeutet das nicht automatisch, dass eine "Regional-Allianze" unmöglich wäre. Der Direktor von "Droga Kolinska" ("Atlantic Group"), Enzo Smrekar, schlug eine der möglichen Rezepturen für die Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie.

- Ich bin der Meinung, dass wir uns nicht zusammenschließen, sondern zusammenarbeiten sollten. Es ist, z.B. unnötig, dass wir alle eigene Vertriebsnetze entwickeln - das ist sehr teuer. Wir sollten ein gemeinsames Netz ausbauen. Es wäre sehr nützlich für Unternehmen wie "Droga" und "Atlantic Group", gemeinsam mit "Kollegen" mit Einzelhändlern zu verhandeln. Ich bin überzeugt davon, dass wir dadurch viel bessere Bedingungen aushandeln können.

(Teilnehmer der Diskussion über Business-Allianzen auf dem Management-Forum)

erselben Meinung ist Ante Todoric aus "Agrokor".

- Der Markt ist klein, es gibt viele kleine Ortschaften, was den Vertrieb verteuert.

Wer will mit wem

Zoran Mitrovic, Präsident der "Victoria Group", habe auch "nichts gegen der Verbindung"

- Ich glaube, dass wir nur dadurch großen Unternehmen konkurrieren und sie parieren können. Wir haben nichts dagegen, glauben sogar, dass so etwas unser Unternehmen stärker machen würde - so Mitrovic.

Er enthüllte auch, dass die "Victoria Group" mit der "MK Group" und "Agrokor" informell verhandelt habe.

Zvonimir Mrsic, Präsident von "Podravka" glaubt auch, dass die Zusammenarbeit, sogar auf dem Niveau der Eigentumsstruktur, eine Voraussetzung für den Erfolg am Weltmarkt darstelle. Er verpasste aber auch nicht die Möglichkeit, auf die Bedeutung der Länder in der Umgebung für den Hersteller von "Vegeta" hinzuweisen.

- Wir machen 70% unseres Umsatzes in der Region. "Podravka" lebt von der Region. Die Erschließung neuer Märkte ist wichtig, aber nie einfach. Wir versuchen momentan Fuß in der Türkei zu fassen. Um die erste Lira in der Türkei zu verdienen, um ein Produkt zu verkaufen, benötigt man eine Investition von 30 Mio. Euro. Das erklärt die Notwendigkeit, dass das Unternehmen stärker ist.

Milica Stevuljević

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