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Handel mit Aktien der Belgrader Agrobanka gestoppt - Definitive Entscheidung über die Zukunft der Bank in einem Monat

Quelle: eKapija Montag, 28.05.2012. 16:34
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Die Zentralbank Serbiens und der Staat als Großaktionär warteten, bis Schulden der Belgrader "Agrobanka" den Wert von 290 Mio. Euro erreicht haben, um zu reagieren. Alle Anlagen, einschließlich private Sparanlagen sind sicher und wurden einer neu gegründeten Bank übertragen. Die alte "Agrobanka" muss die Kredite zurückzahlen. Erst in einem Monat, wenn alle bewilligten Darlehen und andere Placements überprüft werden, kann man die definitive Entscheidung über die Zukunft der verschuldeen Bank treffen - Insolvenz, Liquidation oder eine dritte Lösung - berichtet heute die Belgrader Tageszeitung "Novosti".

Die Geschäftsleitung der neuen Bank "Nova Agrobanka" hat bereits das Vermögen geteilt. Filialen wurden unter zwei Banken geteilt.

Große Verluste hat vor allem der Staat, bzw. alle Steuerpflichtigen verbucht, weil man 90 Mio. Euro aus der fast leeren Statskasse für die Gründung einer neuen Bank bereit stellen musste. Der Staat hat sich durch Ausgabe von Staatsanleihen mit weiteren 85 Mio. Euro verschuldet.

Die Bilanz der Bank wäre mit Forderungen aus der Vergangenheit belastet, sagte ein Mitglied des Vorstands der alten "Agrobank" für "Novosti". "Agrobanka" diente in den Achtzigerjahren des 20. Jhs. als technischer Dienst für die Realisierung eines internationalen der Belgrader Bank "Beobanka" gewährten Kredit. Als "Beobanka" Pleite gegangen war, wurden ihre Verpflichtungen aufgrund dieses Kredits auf "Agrobanka" übertragen. Viele Kredite, die man Unternehmen wie "Srbijanka" in Valjevo gewährt hat, lasse sich nicht mehr eintreiben. Wegen diese risikoreichen Darlehen verlangte die Zentralbank Serbiens einen Mindestreservesatz von 100%, was die Gesamtschuld der "Agrobanka" hat.

Es scheint, dass "Agrobanka" Kredite ohne entsprechende Sicherheit gewährt hatte. Es ist noch unklar, wie es ihr gelungen ist, mit Gewinn zu arbeiten. Ihre Aktien waren an der Börse kotert. Durch Entzug der Lizenz verlieren Aktionäre ihre Anlagen. Der Staat sollte, in Hinsicht auf das hohe Haushaltsdefizit, die Beteiligung am Bankkapital verkaufen und nicht verstärken.

Handel mit Aktien der Agrobanka gestoppt

Nach dem Beschluss der Zentralbank Serbiens, der Agrobanka die Lizenz zu entziehen, gab die Belgrader Börse heute morgen bekannt, den Handel mit Stamm- und Vorzugsaktien der Bank gestoppt zu haben.

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