Fiat und Mazda kündigen Zusammenarbeit an
Freitag, 25.05.2012.
11:57
Mit der Kooperation bei Entwicklung und Produktion eines Sportwagens wollen Fiat und Mazda ihre Kräfte bündeln. Dabei sollen jedoch zwei unterschiedliche Modelle der beiden Marken entstehen, wie die Unternehmen am Mittwoch ankündigten. Die Italiener und die Japaner würden mit jeweils eigenem Motor und eigenem Design auf den Markt kommen.
Die Zusammenarbeit beim neuen Modell von Fiats "Alfa Romeo" und einer entsprechenden Mazda-Version soll auf einer mit Heckantrieb ausgestatteten MX-5-Architektur des japanischen Partners basieren. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.
Allianzen bei Technologie und Produktentwicklung seien ein wesentliches Ziel von Mazda, erklärte Präsident Takashi Yamanouchi. Die Vereinbarung mit Fiat sei ein wichtiger erster Schritt in diese Richtung. Mazda mit Sitz in Hiroshima steht unter Druck und schreibt seit vier Jahren rote Zahlen. Der US-Autoriese Ford, der zeitweilig ein Drittel der Mazda-Anteile hielt, schraubte sein Engagement in den vergangenen Jahren wieder herunter und reduzierte die Beteiligung inzwischen auf nur noch zwei Prozent.
Die Zusammenarbeit mit Mazda sei Bestandteil des Bemühens, eine wahrhaft globale Marke zu werden, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne. Angestrebt werde "ein aufregender und schnittiger Sportwagen in der Alfa-Romeo-Tradition". Zahlreiche Autobauer strecken ihre Fühler nach Asien aus, wo sie sich großes Wachstumspotenzial erhoffen. Bereits seit 2006 betreibt Fiat auch ein Joint Venture mit Tata in Indien.

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