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Energoprojekt zieht sich von der Belgrader Börse zurück

Quelle: Biznis.rs Donnerstag, 08.10.2026. 10:35
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(FotoAleksandar Parezanović)
Energoprojekt Holding hat für den 27. Oktober eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen; einziger Tagesordnungspunkt ist das Delisting der Unternehmensaktien von der Belgrader Börse.

Der Mitteilung an die Aktionäre zufolge dient die Versammlung der Beschlussfassung über den Rückzug der Aktien der Energoprojekt Holding vom regulierten Markt der Belgrader Börse, konkret aus dem Handelssegment „Open Market“.

Dies deutet darauf hin, dass der zwangsweise Rückkauf der Aktien verbliebener Aktionäre – der nach Erwerb einer 90-prozentigen Beteiligung erfolgte – für den Mehrheitsaktionär, das Unternehmen Napred Razvoj, erfolgreich abgeschlossen wurde.

Zur Erinnerung: Dem Mehrheitseigentümer der Energoprojekt Holding war es im Sommer zunächst nicht gelungen, die Eigentumsverhältnisse an dem Bauunternehmen zu konsolidieren, da die Wertpapieraufsichtsbehörde Mitte August die Eintragung des Zwangsrückkaufs der verbleibenden Aktien vorübergehend ausgesetzt hatte.

Diese Entscheidung folgte auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts, welches den Beschluss der Aufsichtsbehörde aus dem Jahr 2017 aufgehoben hatte; jener Beschluss hatte das Übernahmeangebot für das Bauunternehmen gebilligt, das von einem unter der Führung von Napred Razvoj und Dobroslav Bojovic stehenden Konsortium unterbreitet worden war.

Bemerkenswert ist, dass das Verwaltungsgericht sein Urteil noch vor der am 30. Juli abgehaltenen Hauptversammlung von Energoprojekt fällte, auf der der Beschluss zum Zwangsrückkauf der Aktien zu einem Preis von 452,25 Dinar pro Aktie gefasst worden war.

Das Verfahren zum Zwangsrückkauf war eingeleitet worden, nachdem der Mehrheitseigentümer seine Beteiligung auf 90,21 Prozent erhöht – und damit die für den Prozess erforderliche Schwelle erreicht – hatte, indem er die Anteile der serbischen Regierung sowie von Minderheitsaktionären erwarb.

Als größter Minderheitsaktionär hatte die serbische Regierung zuvor ihren Anteil von 33,89 Prozent veräußert und das Angebot angenommen, obwohl dieses ungünstiger war als das Angebot aus dem Jahr 2017 – konkret lag der Preis mindestens dreimal niedriger, da die Aktien neun Jahre zuvor noch zu einem Kurs von 1.501 Dinar angeboten worden waren.

In der vergangenen Woche wurde das Vorhaben des Zwangsrückkaufs jedoch wieder aufgegriffen und erfolgreich zum Abschluss gebracht. Folglich ist der nächste logische Schritt nun das Delisting des Unternehmens von der Belgrader Börse.
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