Serbien weiterhin unter den beliebtesten Wirtschaftsstandorten der deutschen Unternehmen - 91% von ihnen würden wieder in Serbien investieren
Mittwoch, 25.04.2012.
01:28
91% aller befragten deutschen Unternehmen würden Serbien wieder für ihr unternehmerisches Engagement wählen, zeigte die neueste Konjunkturumfrage der Deutsch-serbischen Wirtschaftsvereinigung.
- Serbien gehört weiterhin zu den beliebtesten Wirtschaftsstandorten der deutschen Unternehmen in Mittel- und Osteuropa, fast wie Polen und Tschechien - erklärt der Exekutivdirektor der Deutsch-serbischen Wirtschaftsvereinigung Michael Schmidt an der Präsentation der Ergebnisse der im Februar dieses Jahres durchgeführten Umfrage.
Schlechter rangiert als Serbien ist diesmal Ungarn. Jeder dritte deutsche Unternehmer habe inzwischen die Investition in diesem Land bereut.
Deutsche Unternehmen seien trotz der Wirtschaftskrise bereit, zu investieren und neue Mitarbeiter einzustellen, erwarten aber zugleich höhere Umsätze, Gewinne und Exportabsätze, behauptet Schmidt.
Fast 35% Unternehmen haben vor, neue Mitarbeiter zu beschäftigen, und 41% von ihnen sind mit der bestehenden Anzahl zufrieden. 45% erwarten einen Gewinnzuwachs 2012, 39% der Befragten erwarten keine Veränderung.
Rund 41% der Unternehmen erhöhten ihre Investitionsausgaben 2011. 36% der Befragten wollen das 2012 tun und dadurch neue Arbeitsplätze schaffen
- Unsere Umfrage zeigt, unter anderem, das weitere Investitionen und die Entwicklung der neuen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen zwei Ländern zum größten Teil von der weiteren Verbesserung des Geschäftsumfelds abhängen, vor allem von der Bekämpfung der organisierten Kriminalität und Korruption, aber auch von der Transparenz und Effizienz der öffentlichen Beschaffungen. Die erwähnten Faktoren und verbesserte Rechtssicherheit - das sind Voraussetzungen, die deutsche Investoren, und insbesondere jene unter kleinen und mittelständischen Unternehmen - ermutigen können - so Schmidt.
48 von insgesamt 76 befragten deutschen Unternehmen in Serbien bewerteten ihre Geschäftslage als "gut", weitere 47% als "durchsnittlich" und nur 5% als "schlecht".
(Michael Schmidt)
Wenn es um die erwarteten Geschäfts- und Umsatzentwicklungen 2012 geht, rechnet fast jedes zweite Unternehmen (45%) mit der Verbesserung in diesem Jahr, während 43% eine unveränderte Lage erwarten.
Es gibt 300 natürliche und 360 juristische Personen aus Deutschland, die eine Geschäftstätigkeit in Serbien ausüben und mehr als 20.000 Arbeiter beschäftigen, erinnerte der stellvertretende Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Serbien, Hans-Ulrich Südbeck.
Direkte Investitionen aus Deutschland haben bereits den Wert von 1,5 Mrd. Euro erreicht. 2011 wurden fast 63 Mio. Euro investiert.
- In einem verbesserten Geschäftsumfeld wären diese Ergebnisse sicher besser. Höhere Rechtssicherheit, Unabhängigkei der Regulierungsbehörden von der Politik, Bekämpfung der Korruption, Einhaltung von Zahlungsfristen - das sind Faktoren, die die Entscheidung für die Realisierung einr Investition in Serbien beeinflussen - so Südbeck.
Positiv bewertet in der Umfrage wurden Humanressourcen und Arbeitsmarkt bzw. die Qualifikationen der Arbeitskräfte, ihre Ausbildung, Produktivität und Zugang zu Fachkräften in Serbien.

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora