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Serbien entwickelt sich zum neuen Fintech-Zentrum Südosteuropas - BIP pro Einwohner erreicht 15.000 US-Dollar

Quelle: eKapija Sonntag, 16.08.2026. 21:44
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Podeli
(Fotojamesteohart/shutterstock.com)
Das renommierte britische Fachportal The Fintech Times veröffentlichte eine Analyse, in der Serbien und Belgrad als potenzieller neuer Fintech-Hub Südosteuropas identifiziert werden. In dem Artikel mit dem Titel „Serbien: Der nächste Fintech-Hub in Südosteuropa?“ analysiert Richi Santosdiaz die Entwicklung des serbischen Technologiesektors, das Wachstum der Exporte von IKT-Dienstleistungen und die zunehmend wichtige Rolle einheimischer Unternehmen auf dem internationalen Markt.


Wachstum der Wirtschaft und des Technologiesektors

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Analyse ist die Prognose, dass das serbische BIP pro Einwohner in diesem Jahr rund 15.000 US-Dollar erreichen wird. Der Autor führt dies auf kontinuierliches Wirtschaftswachstum und gestiegene Investitionen im vergangenen Jahrzehnt zurück.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Informations- und Kommunikationssektor, der zu den am schnellsten wachsenden Exportbranchen Serbiens zählt. Laut Angaben von The Fintech Times erreichen die Exporte von IKT-Dienstleistungen jährlich Milliarden von Dollar, wodurch dieser Sektor als Devisenquelle zunehmend mit traditionellen Wirtschaftszweigen konkurrenzfähig wird.

Der Autor stellt fest, dass sich Serbien zunehmend als Land positioniert, das nicht nur über wettbewerbsfähige Arbeitskräfte, sondern auch über eine gut ausgebaute Basis an Ingenieuren, Programmierern und Technologieunternehmen verfügt, die Produkte für den internationalen Markt entwickeln können.


Fintech für den internationalen Markt

Die Fintech Times hebt den Charakter des serbischen Fintech-Ökosystems hervor. Im Gegensatz zu Märkten, in denen Fintech hauptsächlich auf lokale Bedürfnisse ausgerichtet ist, konzentrieren sich einige serbische Unternehmen von Anfang an auf Kunden und Märkte außerhalb des Landes.

Laut der Analyse hat Serbien Unternehmen hervorgebracht, die Fintech- und Technologielösungen für internationale Nutzer anbieten. Lokale Experten sind an der Entwicklung der Infrastruktur beteiligt, die in ganz Europa und anderen Märkten eingesetzt wird.

Zu den vom Autor erwähnten Unternehmen gehört Tenderly, ein Belgrader Unternehmen, das Infrastruktur für Web3 und Blockchain entwickelt. Die Fintech Times beschreibt es als eines der führenden europäischen Unternehmen in diesem Bereich. Dessen Lösungen werden von Entwicklern und Unternehmen zur Entwicklung, zum Testen und zur Überwachung von Blockchain-Anwendungen eingesetzt.

Ein weiteres Beispiel ist ASEE (Asseco Südosteuropa), dessen Lösungen digitales Banking, E-Commerce und Zahlungssysteme umfassen, die im Finanzsektor der gesamten Region eingesetzt werden.


Digitale Infrastruktur und regulatorischer Rahmen

Als einen der Faktoren, die zur Entwicklung digitaler Finanzdienstleistungen beitragen, nennt The Fintech Times Serbiens Fortschritte im Bereich der Zahlungsinfrastruktur.

Besonders hervorzuheben ist das Sofortzahlungssystem der Serbischen Nationalbank, das Transaktionen in Echtzeit ermöglicht. Der Autor verweist zudem auf die Entwicklung des regulatorischen Rahmens für digitale Vermögenswerte und die Angleichung der Finanzregulierung an europäische Standards.

Laut der Analyse hat Serbien in den vergangenen Jahren ein regulatorisches und technologisches Umfeld geschaffen, das es Fintech-Unternehmen ermöglicht, zu experimentieren und neue Produkte zu entwickeln, während gleichzeitig die Stabilität des Finanzsystems gewahrt bleibt.


Vom regionalen Markt zum globalen Export

The Fintech Times schätzt, dass Serbiens größtes Potenzial nicht nur in der Entwicklung inländischer digitaler Finanzdienstleistungen liegt, sondern auch in der Fähigkeit von Unternehmen, in Serbien entwickelte technologische Lösungen auf internationale Märkte zu exportieren.

Gerade wegen der Kombination aus einer entwickelten technologischen Basis, dem wachsenden Export von IKT-Dienstleistungen, Fintech-Unternehmen mit internationalen Kunden und der Entwicklung der digitalen Infrastruktur sieht der Autor Serbien als einen Kandidaten für die Position eines der zukünftigen Fintech-Zentren Südosteuropas.

B. Petrović
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