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Jasmin expandiert in der Region – Übernahme der Parfümeriekette Cosmo in Nordmazedonien

Quelle: Forbes Mittwoch, 12.08.2026. 11:02
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Abbildung (FotoAgnes Kantaruk/shutterstock.com)Abbildung
Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Kunden bald Filialen der bekannten serbischen Parfümeriekette Jasmin in Skopje finden werden. Jasmin plant, mindestens vier Verkaufsstellen in Nordmazedonien zu übernehmen.

Diese Drogerien firmieren derzeit unter dem Namen Cosmo, und ihr Markensortiment überschneidet sich teilweise mit dem von Jasmin.


Schrittweise Übernahme

Die Wettbewerbsbehörde Nordmazedoniens erhielt kürzlich eine Mitteilung über die geplante Fusion. Das in Belgrad ansässige Unternehmen Jasmin beabsichtigt, die Kontrolle über die Parfümerie Jasmin DOOEL aus Skopje zu übernehmen. Laut den Angaben im Antrag ist die Matoš-Gruppe aus Skopje alleiniger Eigentümer der mazedonischen Jasmin-Parfümerie.

- Die Wettbewerbsbehörde hat eine Mitteilung über eine geplante Fusion erhalten, durch die Jasmin DOOEL aus Belgrad die Kontrolle über die Handels- und Dienstleistungsgesellschaft Jasmin Parfimerija DOOEL Skopje durch den Verkauf von Anteilen erlangen will, heißt es in der Mitteilung.

Es wird außerdem hinzugefügt, dass „Jasmin doo im Einzelhandel mit Kosmetik- und Toilettenartikeln in Fachgeschäften tätig ist und Radix mit einem Anteil von 75 % Mehrheitsaktionär ist“.

Das Handels- und Dienstleistungsunternehmen Jasmin Parfimerija Skopje ist in derselben Branche tätig. Es handelt mit Parfümerie- und Kosmetikartikeln im Groß- und Einzelhandel. Alleiniger Aktionär ist die Matoš-Gruppe.

- Die Matoš-Gruppe hat eine Vorvereinbarung über die Übertragung der gesamten Anteile an Jasmin Parfümerie an Jasmin Beograd abgeschlossen. Durch deren Umsetzung erlangt Jasmin Belgrad die alleinige Kontrolle über Jasmin Parfümerie, heißt es in der Mitteilung.

Dies ist jedoch nicht die gesamte Transaktion. Ein weiteres Unternehmen ist an diesem Geschäft beteiligt: ​​Tinex-MT.

Dieses Unternehmen operiert über seine Tochtergesellschaft Cosmo Tinex Drugstores unter der Marke Cosmo. Es ist im Einzelhandel mit Parfümerie- und Kosmetikartikeln sowie Körperpflege- und Haushaltsprodukten tätig.

Wie aus dem Antrag hervorgeht, übernimmt das mazedonische Unternehmen Jasmin Parfümerie zunächst einen Teil von Tinex-MT, nämlich den Teil, zu dem die Cosmo-Parfümerien gehören.

- Jasmin Parfümerie übernimmt die alleinige Kontrolle über den funktional definierten Teil von Tinex-MT. Im Zuge der Übernahme übernimmt Jasmin Parfümerie die Geschäftstätigkeit von vier Geschäftseinheiten – Cosmo Tinex Drugstores, die als Tochtergesellschaften unter der Marke Cosmo firmieren – sowie die dazugehörigen Lagerbestände an Fertigprodukten, Ausstattung und Möbeln. Die übernommenen Geschäfte werden unter einer neuen, eigenständigen Marke weitergeführt, heißt es in der Mitteilung.


(FotoPixabay / mat_hias)
Außerdem wird ein Schrittplan bereitgestellt. Zunächst übernimmt die Parfümerie Jasmin vier Geschäfte. Dann wird die gesamte Beteiligung an der Parfümerie Jasmin von der Matoš-Gruppe auf Jasmin Belgrad übertragen.

- Beide Rechtsmaterien sind einander bedingende Teile eines einzigen Vorgangs. Zur Beurteilung des Zusammenschlusses schlägt der Antragsteller vor, den relevanten Produktmarkt als den Einzelhandelsmarkt für Parfümerie-, Kosmetik- und Körperpflegeprodukte im Gebiet von Skopje, Republik Nordmazedonien, zu definieren, heißt es in der Mitteilung weiter.


Wer sind die Eigentümer von Jasmin?

Jasmin ist eine traditionsreiche Marke in Serbien. Die Parfümeriekette besteht seit 1956 und befindet sich seit Jahrzehnten in Privatbesitz. Die Mehrheitsbeteiligung von 75 % liegt beim Unternehmen Radix. Radivoje Dražović besitzt etwa 22 % und Dragoslav Dražović weniger als 3 %.

Bei der Firma Radix hält Radivoje mit 78 % die Mehrheitsanteile, während Dragoslav Dražović rund 22 % besitzt.

Das Unternehmen wurde 1990 gegründet und zählt zu den führenden Anbietern von Kosmetik- und Parfümprodukten in Serbien und Montenegro.

Radix privatisierte Jasmin, die größte Parfümeriekette Serbiens. Diese Kette betreibt über 35 Filialen, davon 21 in Belgrad, und beschäftigt rund 245 Mitarbeiter. Die Übernahme war für Radix die einzige Möglichkeit, Vertriebspartner bekannter Marken zu werden.

Laut Bericht ist Radix seit 2011 mit 51 % an der Firma Radix Kozmetika aus Zagreb beteiligt.

Diese Firma vertreibt die Kosmetikmarken Guerlain und ITF in Kroatien. Sie beschafft ihre Waren eigenständig von ausländischen Partnern und agiert unabhängig. Daher finden weder Warenverkäufe noch sonstige Transaktionen zwischen den beiden Unternehmen statt.

Jasmin Belgrad erzielte im vergangenen Jahr ein operatives Ergebnis von rund 33,3 Millionen Euro.

Der Nettogewinn betrug rund 2,4 Millionen Euro. Radix erwirtschaftete ein operatives Ergebnis von rund 25 Millionen Euro und einen nahezu identischen Gewinn.
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