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Neues Verbraucherschutzgesetz ändert Regeln in Restaurants – Bedienungsgelder dürfen nicht mehr als Überraschung auf der Rechnung erscheinen

Quelle: Vino & fino Dienstag, 11.08.2026. 14:54
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Podeli
Abbildung (FotoUnsplash/Kevin Curtis)Abbildung
Das neue Verbraucherschutzgesetz, veröffentlicht im Amtsblatt der Republik Serbien Nr. 35/2026, führt auch neue Regelungen für Gastronomiebetriebe ein. Gemäß Artikel 10 sind Restaurants, Cafés und andere Gastronomiebetriebe verpflichtet, die Preisliste vor Bestellannahme auszuhändigen. Die Preise für Speisen, Getränke und Getränke müssen als Gesamtbetrag angegeben werden.

Eine der Bestimmungen des neuen Gesetzes, die bei Gastronomen besondere Beachtung fand, betrifft Zusatzkosten. Demnach dürfen Gästen keine Leistungen in Rechnung gestellt werden, die sie nicht bestellt haben, wie es häufig bei Gedeckgebühren der Fall ist, oder zusätzliche Leistungen, die man aus eigener Initiative erbracht hat. Das Gesetz listet ausdrücklich Kosten auf, die integraler und untrennbarer Bestandteil der grundlegenden Gastronomieleistung sind, wie beispielsweise Tischdecken, Besteck und Servietten.

Wenn die Gedeckgebühr eine automatische Gebühr für etwas ist, das bereits fester Bestandteil der Dienstleistung ist, darf diese nicht mehr separat auf der Rechnung erscheinen. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Caterer den Preis nicht so festlegen kann, dass er die Kosten für Personal, Service, Besteck, Servietten, Brot und alle anderen Bestandteile seiner Dienstleistung umfasst. Der Unterschied besteht darin, dass der Gast den Gesamtpreis im Voraus kennen muss.

Ähnliche Regeln gelten für Speisenzusätze. Das Gesetz schreibt vor, dass Zutaten und Zusätze, die nicht klar im Angebot und in der Preisliste aufgeführt sind oder nicht zu den Standardzutaten des Gerichts gehören, nicht berechnet werden dürfen. Dies ist wichtig für Restaurants und Imbissstände, die Soßen, Gemüse, Zitrone oder andere Zusätze automatisch zu bestimmten Gerichten servieren – falls diese einen Sonderpreis haben, muss dieser klar angegeben werden.

Die neuen Regelungen betreffen auch Lieferdienste. Restaurants dürfen demnach für Speisen und Getränke, die per Lieferung verkauft werden, einen höheren Preis verlangen. Dieser Preis muss jedoch die Lieferkosten beinhalten. Für Caterer bedeutet dies, dass sie je nach Vertriebskanal unterschiedliche Preise festlegen können, ohne dass zusätzliche Kosten erst am Ende des Kaufprozesses anfallen.

Für Restaurants und andere Caterer bedeuten die neuen Regeln vor allem, dass sie ihre Speisekarten und die Art der Angebotspräsentation sorgfältig definieren müssen. Ziel ist es nicht, die Preisgestaltung der Caterer einzuschränken, sondern sie im Voraus klar und transparent zu gestalten.

Für die Nichteinhaltung bestimmter Pflichten gemäß Artikel 10 sind auch Geldbußen vorgesehen. Für juristische Personen betragen diese 300.000 bis 2.000.000 Dinar, für Verantwortliche in juristischen Personen 50.000 bis 150.000 Dinar und für Unternehmer 50.000 bis 500.000 Dinar.

In der Praxis schafft das neue Gesetz somit Raum für eine einfache Regelung, die sowohl Gästen als auch Gastronomen entgegenkommen dürfte: Das Restaurant hat das Recht, den Preis seiner Dienstleistung festzulegen und die tatsächlichen Kosten darin einzurechnen, und der Gast muss im Voraus klar und deutlich erfahren, was dieser Preis beinhaltet.

Und das Gedeck? Es scheint, dass es nicht unbedingt aus den Kalkulationen der Restaurants verschwinden wird – aber es könnte für immer als Überraschung am Ende der Rechnung verschwinden.
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