Kleinaktionäre der Agrobanka verlangen außerordentliche Revision
Mittwoch, 11.04.2012.
15:20
Kleinaktionäre der Agrobanka, gesammelt um die slowenische Gruppe "Autocommerce", verlangen noch eine, unabhängige Revision des Jahresabschlusses der Bank, berichtet die Agentur Bloomberg.
Die Hauptversammlung der Bank finde, laut Aktionären, die 20% der Stimmen kontrolliern, Ende April statt, wenn man eine neue Revisionsfirma wählen sollte.
- KPMG hat die finanziellen Ergebnisse der Agrobanka 2010 als positiv bezeichnet - mit einem Kapital von 167 Mio. Euro. Die Revision der Zentralbank Serbiens Ende des ersten Halbjahrs 2011 erwies aber, dass die Bank über das Kapital von 6,12 Mio. Euro verfügt. KMPG gab bisher keine Erklärung für so großen Unterschied - betonen Kleinaktionäre.
Die Revisionsfirma KPMG behauptet in einer schriftlichen Mitteilung für Bloomberg, dass man im Falle der Agrobanka "alle relevanten einheimischen Regeln, normierte Prozeduren und internationale Buchhaltungsnormen angewandt hat".
Die Zentralbank setzte die Agrobanka am 29. Dezember 2012 unter die Zwangsverwaltung. Die Aktien der Bank gingen danach und nach der Veröffentlichung des Berichts über die Verluste von 290 Mio. Euro um mehr als 70% zurück.

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