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Kaspersky: Neue großangelegte Kampagne zur Verbreitung von Schadsoftware über WhatsApp

Quelle: PR Dienstag, 23.06.2026. 15:12
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Podeli
(FotoAlejandro Ruhl/shutterstock.com)
Diese kriminelle Kampagne zielt auf WhatsApp Desktop- und WhatsApp Web-Nutzer ab und verbreitet schädliche VBScript-Dateien über Direktnachrichten auf der Plattform.

Opfer wurden in mehreren Ländern und Gebieten identifiziert, wobei die meisten Opfer in Malaysia registriert wurden.

Die Verwendung verschiedener Sprachen in den Dateinamen deutet ebenfalls auf eine breite regionale Ausrichtung hin, insbesondere in Europa.


Nachrichten über bestehende Kontakte

Die Kampagne wurde im Juni 2026 vom Global Research and Analysis Team (GReAT) von Kaspersky entdeckt.

Ihren Recherchen zufolge nutzt der Täter bereits kompromittierte WhatsApp-Konten, um schädliche Anhänge zu verbreiten.

Die Nachrichten werden an Kontakte gesendet, die bereits in den kompromittierten Konten vorhanden sind, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Empfänger die Dateien öffnen.

Nach der Installation ermöglicht die Schadsoftware den Fernzugriff auf das System mithilfe standardmäßiger administrativer Funktionen, die für legitimen IT-Support und die Systemverwaltung vorgesehen sind.

Die Social-Engineering-Komponente basiert auf Dateinamen, die gängigen Geschäftsdokumenten ähneln.

Beispiele hierfür sind Rechnungen, Kontoauszüge, Zahlungsbelege und Mahnungen.

Die Dateinamen sind in mehreren Sprachen lokalisiert, darunter Englisch, Portugiesisch, Französisch, Deutsch und Malaiisch, was auf die Verbreitung in verschiedenen Sprachregionen hinweist.

Darüber hinaus enthalten die Beispiel-VBScript-Dateien umfangreiche Kommentare und Metadaten, die offizielle Microsoft Windows Update-Komponenten nachahmen sollen.

Beispiele für WhatsApp-Nachrichten mit einer schädlichen VBScript-Datei (FotoKaspersky/ Društvene mreze)<span class="HwtZe"><span class="jCAhz><span class=">Beispiele für WhatsApp-Nachrichten mit einer schädlichen VBScript-Datei</span></span>

– In dieser Kampagne nutzen Angreifer das Vertrauen in Messaging-Plattformen aus, indem sie kompromittierte WhatsApp-Konten verwenden, um schädliche Anhänge zu versenden, die scheinbar von bekannten Kontakten stammen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Empfänger mit diesen interagieren, erheblich.

Die Dateinamen sind sorgfältig getarnt und sehen aus wie routinemäßige Geschäftsdokumente, beispielsweise Rechnungen und Zahlungsbenachrichtigungen. Sie sind in mehreren Sprachen lokalisiert, um eine breite Zielgruppe zu erreichen.

Nach dem Öffnen startet eine mehrstufige Infektionskette, die nahtlos weitere schädliche Komponenten von der externen Infrastruktur herunterlädt und ausführt, so Fareed Radzi, Sicherheitsforscher im Kaspersky GReAT-Team.

Der Ablauf der Anhangsausführung auf einem kompromittierten System verläuft in mehreren Phasen.

Nach dem Öffnen führt die Datei eine Skriptsequenz auf dem Gerät aus. Das anfängliche Skript erstellt ein Arbeitsverzeichnis unter C:/Users/Public/Documents/, lädt anschließend weitere Skriptdateien von der externen Infrastruktur herunter und führt sie mithilfe der Windows Script Host-Komponente aus.

Diese Folgeskripte führen zusätzliche Aktionen im System aus und laden das komprimierte Archiv von derselben Infrastruktur herunter.

Das Archiv enthält das Installationspaket für die Software zur Fernüberwachung und -verwaltung (Remote Monitoring and Management).

Den vollständigen Bericht finden Sie auf Securelist.com.

Die Experten des Kaspersky Great Team empfehlen Nutzern Folgendes:

• Vorsichtig beim Empfang unerwarteter WhatsApp-Anhänge zu sein, selbst wenn diese scheinbar von bekannten Kontakten stammen, da sie Schadsoftware enthalten können.

• Keine Skript- und ausführbaren Dateien wie .vbs, .vbe, .exe, .bat, .cmd, .js und .ps1 zu öffnen, es sei denn, deren Legitimität wurde unabhängig überprüft.

• Auf all Ihren Computern und Mobilgeräten eine zuverlässige Sicherheitslösung wie Kaspersky Premium zu verwenden, die Sie warnt und mögliche Infektionen verhindert.


Über das Global Research and Analysis Team (GReAT)

Das 2008 gegründete Global Research & Analysis Team (GReAT) ist das Herzstück der Forschungsaktivitäten von Kaspersky und befasst sich mit der Erkennung von APT-Bedrohungen (Advanced Persistent Threats), Cyber-Spionagekampagnen, schwerwiegender Schadsoftware, Ransomware und Trends in der weltweiten Cyberkriminalität.

GReAT vereint heute über 35 Experten aus Europa, Russland, Lateinamerika, Asien und dem Nahen Osten.

Diese führenden IT-Sicherheitsexperten treiben die Malware-Forschung und -Innovation des Unternehmens voran und bringen einzigartiges Wissen, Engagement und Neugier in die Erkennung und Analyse von Cyberbedrohungen ein.

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