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Neue Verträge im Rahmen der Rafale-Beschaffung – UTVA in der Lieferkette des Unternehmens Dassault, KI-Labor am Militärtechnischen Institut

Quelle: eKapija Donnerstag, 18.06.2026. 08:29
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(FotoVincent Genevay/Unsplash)
Auf der internationalen Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris wurden Verträge zwischen den französischen Unternehmen Dassault Aviation, Dassault Systèmes und Thales sowie serbischen Partnern – dem Militärtechnischen Institut (VTI) und dem Flugzeugwerk UTVA aus Pančevo – unterzeichnet. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, handelt es sich um Projekte im Rahmen des Programms zur Beschaffung der Mehrzweckkampfflugzeuge Rafale und zum Aufbau einer industriellen Zusammenarbeit mit der serbischen Verteidigungsindustrie.

Die Delegation des Verteidigungsministeriums unter der Leitung des stellvertretenden Ministers für Materialressourcen, Dr. Nenad Miloradović, besucht die internationale Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris.

Bei dieser Gelegenheit wurden am Stand von Jugoimport SDPR Verträge mit den französischen Unternehmen Dassault Aviation, Dassault Systèmes und Thales unterzeichnet. Diese Verträge sind Teil der Verpflichtungen von Dassault Aviation im Rahmen der industriellen Zusammenarbeit mit der serbischen Verteidigungsindustrie nach dem Vertrag über die Lieferung der Rafale-Flugzeuge.

Laut Verteidigungsministerium umfassen die unterzeichneten Verträge Projekte mit dem Militärtechnischen Institut und dem Luftfahrtindustrieunternehmen UTVA aus Pančevo. Ziel ist die Verbesserung der Entwicklungs- und Produktionskapazitäten der heimischen Verteidigungsindustrie.

Geplant ist die Einrichtung eines modernen, integrierten Systems für die Konstruktion, Entwicklung, Simulation und Produktion neuer Waffensysteme und militärischer Ausrüstung. Dabei sollen Softwarelösungen und Technologien französischer Partner zum Einsatz kommen. Das Ministerium erklärt, dass dieses System neun Einrichtungen des serbischen militärisch-industriellen Komplexes vernetzen und so die Entwicklung neuer Produkte beschleunigen und die Produktionseffizienz gemäß den Prinzipien von Industrie 4.0 steigern soll.

Im Rahmen der unterzeichneten Vereinbarungen ist die Einrichtung eines Labors für künstliche Intelligenz am Militärtechnischen Institut vorgesehen. Dieses Labor soll, wie bereits erwähnt, die Entwicklung heimischer Werkzeuge und Algorithmen für die Anwendung künstlicher Intelligenz in den Bereichen robotische Kampfsysteme, Datenverarbeitung sowie Führung und Kontrolle unter Nutzung der Kapazitäten des Nationalen Datenzentrums und von Supercomputern zum Ziel haben.

Im Hinblick auf die Luftfahrtindustrie der UTVA sieht der Vertrag den Technologietransfer für die Produktion komplexer Baugruppen für den Rafale-Kampfjet vor. Laut Verteidigungsministerium soll dies dem Werk in Pančevo die Integration in die Lieferkette von Dassault Aviation ermöglichen.

Das Ministerium kündigt an, dass in der kommenden Zeit weitere Verträge mit Dassault Aviation und seinen Partnern unterzeichnet werden, um das industrielle Kooperationsprogramm vollständig umzusetzen und die Kapazitäten der heimischen Verteidigungsindustrie weiter zu stärken.
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