"Watson Pharmaceuticals" übernimmt "Actavis"
Sonntag, 01.04.2012.
21:28
Zehn Angestellte im Pharmaunternehmen "Zdravlje" in Leskovac wurde ohne jede Ankündigung gekündigt, mit einer Abfindung von 350 Euro für jedes Beschäftigungsjahr. Es handelt sich um Beschäftigte in der Produktion, Kontrolle und Administration.
Die Kündigung wurde, wie die regionale Presseagentur "Jugpres" berichtet, mit angeblichen Plänen des neuen Inhabers zur Senkung der Arzneimittelproduktion begründet. Die Muttergesellschaft "Actavis" sei vom US-Pharmakonzern Watson Pharmaceuticals Inc. übernommen, meldet "Jugpres". Die Transaktion sollte in den folgenden zwei Monaten durchgeführt werden.
Entlassene Mitarbeiter weisen verbittert darauf hin, dass die meisten von ihnen in einem Alter seien, das als schwer vermittelbar gelte. Sie befürchten, dass das gleiche Schicksal noch mindestens hundert von insgesamt 200 Kollegen in "Zdravlje" erwartee.
Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf vertraute Personen berichtet, will der Generikahersteller das nicht börsennotierte Unternehmen für 4,9 Mrd. Euro (rund 5,9 Mrd. US-Dollar) übernehmen.
Der Generaldirektor von "Actavis" Pavle Marjanović erklärte diese Nachrichten am Samstag (31. März 2012) für "absolut falsch" und bestritt angebliche Pläne zur "dramtischen Reduzierung der Arbeiteranzahl". Er kündigt dagegen die Beschäftigung von neuen Mitarbeitern an, berichtet "Tanjug".
- Wir haben die Anzahl der Mitarbeiter in der Administration um 10 gesenkt, aber fast genau so viel Arbeiter in der Produktion beschäftigt. Wir werden bis Ende 2012 neue Mitarbeiter einstellen - heißt es in seiner schriftlichen Mitteilung.
Er möchte die Spekulationen über die Veränderngen in der Eigentumsstruktur in "Actavis" nicht kommentieren.
Das isländische Pharmaunternehmen, das seinen Firmensitz im vergangenen Jahr in die Schweiz verlegt hat, zählt zu den größten Herstellern von Generika. Actavis beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter in rund 40 Ländern.

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