"Komercijalna banka" nährt sich der Privatisierung - Auswahl des Privatisierungsberaters
Mittwoch, 28.03.2012.
15:13
Welche Unternehmen die Bedingungen für den Privatisierungsberater für die Belgrader "Komercijalna banka" erfüllen, sollte am Freitag bekannt gegeben werden. Entsprechende Kandidaten sollten bis dan in die engere Wahl gezogen werden, erfährt die Belgrader Tageszeitung "Novosti". Die "Komercijalna banka" macht dadurch die ersten Schritten in Richtung der Privatisierung, die der staatlichen Kapitalerhöhung folgen wird.
Die Entscheidung des Staates, die mehrheitliche Beteiligung durch Erhöhung des Grundkapitals der Bank um 102 Mio. Euro zu behalten, bedeutet nicht, dass man die Privatisierung aufgegeben hat, sondern nur, dass der Staat mit dem höheren Erlös daraus rechnet.
Die Bank sollte, früheren Ankündigungen zufolge, bis Ende 2015 verkauft werden. Die Prozedur wurde durch die Auswahl des Privatisierungsberaters bzw. durch Veröffentlichung einer Anzeige in "Financial Times" gestartet.
In Hinsicht darauf, dass es um eine der stärksten Banken am serbischen Markt geht, die im Vorjahr einen Gewinnzuwachs um 40% verzeichnet bzw. einen Gewinn von 3,5 Mrd. Dinar erzielt hat, ist es nicht überraschend, dass man mit dem Interesse der weltweit größten Banken rechnet - unter anderem mit der Deutschen Bank.
Der Staat kontrolliert 42,6% der Aktien der "Komercijalna banka". Durch Ankauf der Emission vom 4. April 2012 will der Staat diese Beteiligung behalten. Der zweitgrößte Anteilseigner ist die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung mit 25%.
ANTEILSEIGNER
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung wurde der Minderheitsaktionär der "Komercijalna banka" 2006, nach der Unterzeichnung eines Vertrags über die Erhöhung von 25% des Kapitals der Bank mit der Republik Serbien. Eine neue Kapitalerhöhung wurde Ende 2009 vereinbart, als die EBRD, IFC, DEG und der internationale Investmentfonds Svedfond 120 Mio. Euro investiert haben. Der Staat verpflichtete sich dazu, eine ähnliche Summe bis Ende 2012 zu investieren, um seine Mehrheitsbeteiligung zu behalten.
NLB Komercijalna banka AD Beograd
EBRD Evropska banka za obnovu i razvoj Beograd
IFC
Financial Times London
Deutsche Bank AG Frankfurt am Main
DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH Köln Predstavništvo Beograd

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