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EBWE hat Serbien einen Kredit in Höhe von 66 Millionen Euro bewilligt – Neuer Staudamm im Kolubara-Becken zum Hochwasserschutz und zur Bewässerung von 2.200 Hektar

Quelle: eKapija Donnerstag, 16.04.2026. 10:18
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(FotoStudija uticaja na životnu sredinu i društvene aspekte za projekat izgradnje brane Pambukovice / Arup)
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) hat Serbien einen Kredit von bis zu 66 Millionen Euro für den Bau eines Mehrzweckdamms im Westen des Landes bewilligt. Dieser soll die Widerstandsfähigkeit Serbiens gegenüber dem Klimawandel stärken und das Wassermanagement verbessern, teilte die Bank mit.

Das Projekt umfasst den Bau eines Staudamms und eines Stausees im Dorf Pambukovica im Einzugsgebiet des Flusses Kolubara, einem Gebiet, das häufig von Überschwemmungen betroffen ist. Die Investition zielt darauf ab, das Überschwemmungsrisiko zu verringern, die Bevölkerung, landwirtschaftliche Flächen und Infrastruktur zu schützen sowie die langfristige Wasserversorgungssicherheit zu gewährleisten.

Das Projekt wird durch einen staatlichen Kredit der EBWE an die Republik Serbien finanziert und beinhaltet den Bau und Betrieb eines modernen, klimaresistenten Staudamms. Dieser dient in erster Linie der Kontrolle von Starkregen und der Regulierung des Flusslaufs. Gleichzeitig wurde er so konzipiert, dass er in späteren Phasen den Ausbau des Bewässerungssystems ermöglicht.

Dem Projekt zufolge wird der Erddamm Pambukovica am Fluss Ub 30,5 Meter hoch sein, der Stausee wird ein Volumen von 8,15 Millionen Kubikmetern aufweisen und die dazugehörige Infrastruktur soll errichtet werden.

Die Bauzeit beträgt voraussichtlich drei Jahre, die geplante Lebensdauer des Damms 80 Jahre. Das Projekt soll in zwei Phasen realisiert werden: Die erste Phase umfasst den Bau des Damms, der Stauseen und den Straßenausbau, die zweite Phase die Entwicklung des Bewässerungssystems in den kommenden Jahren.

Im Kolubara-Becken, das besonders stark von den schweren Überschwemmungen des Jahres 2014 betroffen war, gilt diese Art von Infrastruktur als entscheidend für das langfristige Wassermanagement und die Anpassung an die zunehmend häufigen Extremwetterereignisse.

Neben dem Hochwasserschutz beinhaltet das Projekt auch Maßnahmen zum Umweltschutz, wie Sedimentmanagement, die Aufrechterhaltung des ökologischen Wasserflusses und die Verbesserung der Wasserqualität. Dadurch trägt es zu einer nachhaltigeren Landnutzung und gesünderen Flussökosystemen bei.

Nach der Fertigstellung des Stausees sollen über 2.200 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche bewässert werden, was die Widerstandsfähigkeit der lokalen Landwirte gegenüber Dürreperioden und unregelmäßigen Niederschlägen stärken soll.

Die EBWE bezeichnet das Projekt als strategisch wichtig und betont, dass es neben dem Hochwasserschutz auch die Grundlage für eine nachhaltige Landwirtschaft und ein langfristiges Wassermanagement in Serbien schafft.

B. P.
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