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Pharmagroßhändler "Velefarm" geht Pleite

Quelle: Novosti Donnerstag, 22.03.2012. 14:59
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Podeli

Der größte Arzneimittel-Großhändler und Anbieter von medizinischen Geräten in Serbien, "Velefarm", meldete Insolvenz an. Es ist noch immer ungewiß, ob sein Namen im Handelsregister gemeinsam mit allen seinen Schulden automatisch gelöscht wird, oder, ob seine Gläubiger die Forderungen durch reguläres Insolvenzverfahren realisieren werden. Sie können bis Anfang April einen Insolvenzverfahren initiieren, das Gericht wird ansonsten das Unternehmen automatisch löschen und sein Vermögen dem Staat überlassen. Der Staat würde in solchem Fälle alle abhängige Unternehmen von "Velefarm" - noch sieben - bekommen.

Die Insolvenz wurde gewiss Anfang dieses Jahres. Die Toleranz für gesperrte Firmenkonten wurde ab dem Januar auf ein Jahr verkürzt. Die Aktiengesellschaft war Anfang Januar mehr als ein Jahr zahlungsunfähig. Die Firmenkonten sind mehr als 600 Tage gesperrt, wegen 1,7 Mrd. Dinar. Die Schulden des Pharmagroßhändlers erreichten mehrere hundert Mio. Euro.

"Velefarm" kontrolliert noch sieben Unternehmen. Zu jenen, die Bedingungen für die Insolvenz erfüllen, gehören "Velefarm - VFB". Seine Konten sind mehr als 460 Tage wegen 5,39 Mrd. Dinar gesperrt. Das gleiche Schicksal droht "Velefarm prolek" mit der 380 Tage langen Kontosperre wegen 1,57 Mrd. Dinar. Der Konkurs ist in diesem Falle ssicher.

Man spekuliert bereits über die automatische Insolvenz, aber Sachkundige sind überzeugt davon, dass Gläubiger auf ihre Forderungen nicht so leicht verzichten werden. "Velefarm" schuldet mehrere Mio. Euro dem staatlichen Pharmaunternehmen "Galenika".

Andere Unternehmen könnten ihre Geschäftstätigkeit fortsetzen, glauben Experten. Im Falle eines automatischen Kokurses übernimmt der Staat automatisch das ganze Vermögen. Im Falle eines Insolvenzverfahrens, sollte das Vermögen - am Ende des Verfahrens - unter Gläubigern verteilt werden.

Besitzer

Der Staat beteiligt sich mit 10% an "Velefarm", "Hemofarm" bzw. "Stada" fast mit einem Fünftel. Zu den größten Aktionären gehören, laut dem Zentralregiste für Wertpapiere "Farmaholding" aus Belgrad mit 23% und "Inveholding" mit 22% des Kapitals.

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