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Neue Technologien für die europäische Reifenindustrie sollen in Inđija entwickelt werden – Toyo Tires errichtet Forschungs- und Entwicklungszentrum

Quelle: eKapija Sonntag, 15.03.2026. 14:43
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(FotoNorth Engineering/Urbanistički projekat, screenshot)
Toyo Tires Serbia gab bekannt, dass am 19. März der Grundstein für den Bau des Forschungs- und Entwicklungszentrums (F&E-Zentrum) in Inđija gelegt wird. Das Zentrum entsteht innerhalb des Industriekomplexes, in dem das Reifenwerk des japanischen Herstellers seit 2022 ansässig ist.

Wie bereits bekannt gegeben, wurde auf Wunsch des Investors ein städtebauliches Konzept für den Bau des Innovationszentrums entwickelt. Die Planung stammt von der Firma Kubarch aus Subotica, die Architekturplanung von North Engineering.

Laut Dokumentation wird das neue Zentrum eine spezialisierte Organisationseinheit des Unternehmens für die Forschung, Entwicklung und Optimierung von Prozessen in der Autoreifenproduktion sein. Ziel ist die Entwicklung neuer und verbesserter Produktionslösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit des Werks weiter steigern sollen.

Das Gebäude soll eine Fläche von rund 6.000 m² umfassen, wobei ein Teil zweigeschossig und der andere einstöckig sein wird. Das Zentrum wird Versuchsflächen für die Kleinserienfertigung von Gummi, Labore für Materialprüfungen, Büros für Datenanalyse und -verarbeitung sowie Bereiche für Präsentationen und Mitarbeiterschulungen beinhalten.

Die Kautschukproduktion im Zentrum wird zunächst in begrenztem Umfang – einmal wöchentlich für etwa sechs Stunden – stattfinden. Das Projekt sieht keine Erhöhung der Gesamtproduktionskapazität des Werks vor. Die Einrichtung wird rund 20 Mitarbeiter beschäftigen, und gelegentlich werden Präsentationen und Schulungen für bis zu 60 Gäste angeboten.

Toyo Tires hatte zuvor angekündigt, dass das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Inđija im Januar des Folgejahres seinen Betrieb aufnehmen und sich zu einem europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum entwickeln soll. Zu den Aktivitäten gehören Materialdesign, die Entwicklung von Verarbeitungstechnologien und die Bewertung von Rohstoffen. Das bedeutet, dass Inđija neben der Produktion auch neue Kautschukmischungen für den europäischen Markt entwickeln und testen wird.

Bis Ende 2026 ist zudem geplant, einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsfunktionen des Unternehmens von Deutschland nach Serbien zu verlagern. Dadurch würde Indjija eine wichtigere Rolle im globalen Technologieentwicklungsnetzwerk des Herstellers einnehmen.

Die deutsche Industriegruppe HF Group, einer der weltweit führenden Anbieter von Reifentechnologie, wurde als Partner für das Projekt ausgewählt. Laut Unternehmensangaben sieht die Vereinbarung vor, dass die HF Group für die Planung, Lieferung und Installation der Forschungs- und Entwicklungsanlage verantwortlich ist.

Die Anlage wird mit moderner Mischtechnik ausgestattet, die die Entwicklung und Verarbeitung komplexer Gummimischungen ermöglicht und den stetig steigenden Anforderungen der Reifenindustrie hinsichtlich Leistung und Nachhaltigkeit gerecht wird.

I. Ž.
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