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Berufskraftfahrer Serbiens kündigen für den 14. April einen Protest und eine Blockade der Gütergrenzübergänge an

Quelle: Beta Mittwoch, 04.03.2026. 09:27
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(FotoShutterstock/Michaelvbg)
Dušan Nikolić, Vorstandsmitglied des Wirtschaftsverbandes Internationaler Transport Serbiens, erklärte heute, dass aufgrund der ungeklärten Frage der Aufenthaltsdauer von Berufskraftfahrern in den Schengen-Staaten beschlossen wurde, die Gütergrenzübergänge am 14. April zu blockieren.

Er teilte Beta mit, dass ab dem 10. April die vollständige Umsetzung des Ein-/Ausreisesystems (EES) und der 90/180-Regel geplant sei. Dies bedeute, dass sich Lkw-Fahrer innerhalb von sechs Monaten nicht länger als 90 Tage in den Schengen-Staaten aufhalten dürften.

- Wir haben uns ausreichend Zeit gelassen, um den Protest abzusagen, falls in der Zwischenzeit in den Gesprächen mit der Europäischen Kommission eine Lösung gefunden wird - so Nikolić.

Er fügte hinzu, dass der Protest noch früher beginnen werde, falls die Massenbeschlagnahmungen von Lkw am 10. April beginnen und Fahrer, die die zulässige Aufenthaltsdauer in den Schengen-Staaten überschritten haben, in ihre Herkunftsländer abgeschoben würden.

Er wies darauf hin, dass die Transportgewerkschaft versuchen werde, sich mit den Fahrern aus Bosnien und Herzegowina (BiH) auf ein Datum der Blockade zu einigen, und dass, falls Montenegro sich dem Protest nicht anschließe, die Ausreise nach Bosnien und Herzegowina und Nordmazedonien blockiert werde.

Nikolić erklärte, der kroatische Vorschlag, den Aufenthalt von Fahrern aus anderen Ländern zu verlängern, sofern diese Güter für Unternehmen in dem jeweiligen Land transportieren, sei zwar gut, erfordere aber eine umfassende Änderung der gesetzlichen Bestimmungen.

Anfang Oktober 2025 führte die EU das EES-System ein, das die Ein- und Ausreise von Fahrern aus einem bestimmten Land an der Grenze automatisch erfasst. Zudem genießen sie den gleichen Status wie Touristen, da sie sich innerhalb von sechs Monaten maximal 90 Tage im Schengen-Raum aufhalten dürfen, wodurch sich ihre Arbeitszeit halbiert.

Die EU-Kommission kündigte Ende Januar dieses Jahres nach einem viertägigen Protest von Fahrern aus Serbien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro eine Änderung der Visabestimmungen an, eine konkrete Lösung des Problems wurde jedoch noch nicht gefunden. Für das EES-System und die Verordnung 90/180 gilt eine Probezeit bis zum 10. April. Wie die EU erklärte, wurden diese Maßnahmen eingeführt, um die Einreise von Migranten zu verhindern.

Bis zur Einführung dieses Systems wurde die Aufenthaltsdauer von Lkw-Fahrern durch Stempel in den Pässen kontrolliert, allerdings nicht streng.
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