Kos: EU könnte aufgrund von Änderungen im Justizrecht Gelder aus dem 1,6 Milliarden Euro schweren Hilfspaket für Serbien zurückhalten
Quelle: eKapija
Dienstag, 17.02.2026.
21:39
Dienstag, 17.02.2026.
21:39
(FotoShutterstock/esfera)
Die diese Woche in Kraft getretenen Reformen zur Zentralisierung der Justiz stießen auf Kritik von Richtern und Staatsanwälten. Sie sehen darin eine Stärkung der Machtposition von Präsident Aleksandar Vučić, eine Schwächung des Kampfes gegen das organisierte Verbrechen und eine Gefährdung des serbischen EU-Beitritts.
Kos erklärte, die Kommission prüfe die Finanzierung Serbiens im Rahmen des EU-Wachstumsplans für den Westbalkan. Ziel dieses Plans ist die Angleichung der Region an EU-Regeln und letztlich die Integration von Ländern wie Serbien in die EU. Serbien erhielt im Rahmen des Programms 1,6 Milliarden Euro an Krediten und Zuschüssen.
Laut Reuters nahm Serbien 2014 offizielle Beitrittsverhandlungen mit der EU auf, doch weit verbreitete Korruption und schwache Institutionen haben die Fortschritte gebremst.
Die Regierung reagierte am Freitag nicht umgehend auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme. Das Justizministerium erklärte, die neuen Gesetze würden die Justiz durch eine Straffung der Entscheidungsprozesse effizienter machen.
– Sobald diese Stellungnahme veröffentlicht ist, gehen wir davon aus, dass diese Gesetze entsprechend und unter Einbeziehung aller Beteiligten überarbeitet werden – sagte Kos.
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