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Bau der Gasverbindungsleitung nach Nordmazedonien soll Mitte 2026 beginnen – Geschätzter Investitionswert rund 153 Millionen Euro

Quelle: eKapija Sonntag, 14.12.2025. 11:00
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Abbildung (FotoReinhard Tiburzy/shutterstock.com)Abbildung
Die Baugenehmigung für die Gasverbindung zwischen Serbien und Nordmazedonien soll Mitte 2026 erteilt werden, der Baubeginn wird unmittelbar danach folgen. Dies erklärte die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović, nach Gesprächen mit der nordmazedonischen Ministerin für Energie, Bergbau und Bodenschätze, Sanja Bozinovska, über den Bau der Gasverbindung sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Energiegemeinschaft.

Đedović Handanović führte weiter aus, dass Serbien nach dem Bau der Gasverbindung mit Bulgarien seine Lieferwege weiter diversifiziert habe. Der Bau einer Gaspipeline nach Nordmazedonien gehöre dabei zu den Prioritäten. Die Ministerin erklärte, dass gemeinsame dynamische Pläne erörtert worden seien und das Ziel darin bestehe, die Gasverbindung zwischen Serbien und Nordmazedonien bis Ende 2027 fertigzustellen, sodass sie Anfang 2028 in Betrieb gehen könne.

Sie gab an, dass die geschätzten Investitionskosten für die rund 144 Kilometer lange Gaspipeline auf serbischem Gebiet bei etwa 153 Millionen Euro lägen und ein Teil der Mittel bereits im Haushalt 2026 vorgesehen sei.

Đedović Handanović wies darauf hin, dass die geplante Kapazität der Gasverbindung mit Nordmazedonien bei rund 1,5 Milliarden Kubikmetern Gas liege und dass die Pipeline entlang der Route Orljane–Leskovac–Vranje–Staatsgrenze verlaufen solle.

Die Ministerin merkte an, dass die Kapazität der Gasverbindung mit Bulgarien 1,8 Milliarden Kubikmeter pro Jahr betrage und dass Serbien mit der Fertigstellung der Verbindung mit Nordmazedonien sowie der geplanten Verbindung mit Rumänien, deren Kapazität zwischen 1,6 und 2,5 Milliarden Kubikmetern liegen würde, in den nächsten Jahren über eine vollständig diversifizierte Gasversorgung verfügen werde.

Laut ihren Angaben erörterten sie auch die Lieferung von Erdölprodukten und die Möglichkeit, einen Teil des Bedarfs, vor allem in Südserbien, aus Nordmazedonien zu decken, was auch logistische Unterstützung im Straßen- und Schienenverkehr bedeuten würde.

Đedović Handanović merkte an, dass sie auch die Zusammenarbeit und gemeinsame Maßnahmen innerhalb der Energiegemeinschaft, insbesondere im Hinblick auf die Einführung des Mechanismus zur Anpassung der CO₂-Emissionen an die Emissionsgrenzwerte (CBAM), besprochen hätten. Die Ministerin sagte, man habe sich darauf geeinigt, in dieser Angelegenheit koordiniert vorzugehen und eine Verschiebung der Einführung des CBAM zu beantragen.

Bozinovska erklärte, die Gasverbindung nach Serbien sei ein Schlüsselprojekt, das Nordmazedonien neue Gasquellen erschließen und die regionale Energiestabilität stärken werde. Es handele sich um eines der wichtigsten regionalen Infrastrukturprojekte – nicht nur für Nordmazedonien und Serbien, sondern für ganz Europa. Sie betonte, dass beide Länder durch diese neue Energieverbindung Zugang zu alternativen Quellen und Routen erhielten und Europa einen stärkeren und besser vernetzten Balkan gewinne.

Bozinovska hob hervor, dass deshalb auf eine beschleunigte Koordinierung zwischen Institutionen und Betreibern gedrängt werde, da jeder Tag alle Beteiligten der größeren Sicherheit für Bürger und Wirtschaft näherbringe.

- Wir haben die Studien abgeschlossen, eine Route vereinbart, die Unterstützung europäischer Partner erhalten und einen klaren Umsetzungsplan erstellt. Unser Ziel ist es, die Gasverbindung so schnell wie möglich zu realisieren. Die koordinierten Bauarbeiten laufen bereits. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, die Gasverbindung so schnell wie möglich zu realisieren - sagte Bozinovska.

Im Rahmen des Besuchs der nordmazedonischen Delegation in Belgrad fand auch ein Treffen der Arbeitsgruppe für das Gasverbindungsprojekt Serbien-Nordmazedonien statt. Dabei wurde vereinbart, dass sich die Delegationen regelmäßig alle paar Monate treffen würden, um die Dynamik des Projekts zu beobachten.
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