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Kumho hat Serbien ausgelassen – Hier erfahren Sie warum und wo der südkoreanische Konzern sein erstes europäisches Reifenwerk im Wert von 546 Millionen Euro bauen wird

Quelle: eKapija Freitag, 12.12.2025. 09:39
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Podeli
(FotoBill Ragan/shutterstock.com)
Der südkoreanische Reifenhersteller Kumho Tire hat offiziell bestätigt, dass Opole in Polen als Standort für sein erstes europäisches Werk ausgewählt wurde. Die Investition beläuft sich auf rund 587 Millionen US-Dollar (ca. 546 Millionen Euro).

Laut Informationen aus dem Frühjahr waren auch Serbien und Portugal im Rennen um das erste europäische Werk des südkoreanischen Konzerns. Das Unternehmen gab damals bekannt, dass diese beiden Länder neben Polen aktiv als Investitionskandidaten geprüft würden. Die Produktion soll im August 2028 mit einer anfänglichen Kapazität von rund 6 Millionen Reifen pro Jahr anlaufen. Eine Produktionserweiterung ist in späteren Phasen möglich, wie Branchenmedien berichteten.

Warum Polen?

Berichten zufolge berücksichtigte Kumho bei der abschließenden Bewertung Faktoren wie die Eignung des Standorts für den Vertrieb innerhalb der EU, die Qualifikation und Verfügbarkeit der Arbeitskräfte, eine wettbewerbsfähige Infrastruktur, die Stabilität der Investition sowie verschiedene Förderprogramme der Gastländer. Polen, so das Fachmagazin „The Tire Magazine“, fiel letztendlich genau deshalb auf den Standort, weil er diese Kriterien am besten erfüllte. Es wird betont, dass der polnische Standort Opole eine effiziente Logistik für die Reifendistribution an wichtige europäische Automobilzentren bietet. Zudem ermöglicht er den einfachen Zugang zu gut ausgebildeten Fachkräften und einem Partnernetzwerk von Zulieferern, was das Unternehmen besonders schätzte. Darüber hinaus bot die polnische Regierung attraktive Anreize und steuerliche Vorteile, die die Entscheidung für diesen Standort weiter bestärkten. Kumho hatte die Auswahl in der finalen Entscheidungsphase auf zwei Kandidaten eingegrenzt und sich schließlich für Polen als optimalen Standort für langfristige Produktions- und Vertriebspläne in Europa entschieden. Der Name des zweiten Kandidaten wurde jedoch nicht bekannt gegeben.

Kumho Tire ist Südkoreas zweitgrößter Autoreifenhersteller und zählt zu den zehn größten Reifenherstellern weltweit.

Wie die Korea Times im August berichtete, schien der Plan zum Bau eines Werks in Europa nach einem Brand im Mai im Kumho-Werk in Gwangju, der einen Großteil der Anlage zerstörte und die Verlegung des Stammwerks nach Hampyeong erzwang, an Dynamik zu verlieren. Dort plant Kumho, bis Ende 2027 ein neues Werk mit einer Jahreskapazität von 5,3 Millionen Reifen fertigzustellen.

Der Konzern erholte sich offenbar schnell und konsolidierte seine Finanzen, doch die ursprünglich angekündigte Investition von 703 Millionen US-Dollar für das europäische Werk wurde, wie wir sehen, reduziert.

B. P.
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