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Kaspersky warnt vor Erpressung durch angebliche „Hacker“, „Polizeibeamte“ und „Auftragskiller“

Quelle: Promo Mittwoch, 12.11.2025. 10:56
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Podeli
(FotoShutterstock)
Kaspersky warnt vor immer gezielteren und überzeugenderen E-Mail-Erpressungsversuchen aufgrund von Datenlecks.

Angreifer verwenden nun persönliche Informationen wie vollständige Namen und Telefonnummern in ihren Betrugsnachrichten, um glaubwürdig zu wirken und Panik bei ihren Opfern auszulösen.

Immer überzeugendere E-Mail-Betrugsversuche

Betrüger geben sich als Hacker mit brisanten Daten, als Polizeibeamte mit gefälschten Vorladungen oder sogar als Auftragsmörder aus, die Lösegeld fordern.

Diese Bedrohungen nutzen oft verschiedene Techniken, um E-Mail-Filter und andere Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Daher ist erhöhte Vorsicht geboten.

(FotoBlazej Lyjak/shutterstock.com)
Bei der häufigsten Betrugsmasche geben sich Betrüger als Hacker aus, die behaupten, in die Geräte ihrer Opfer eingedrungen zu sein.

Sie geben an, Zugriff auf Kameras, Mikrofone, Browserverlauf und sensible Dateien zu haben und drohen oft damit, explizite Inhalte zu veröffentlichen, die angeblich über Webcam oder Bildschirm aufgenommen wurden, während das Opfer Inhalte für Erwachsene ansah.

Die Forderungen beinhalten typischerweise die Zahlung von Hunderten von Dollar in Kryptowährung, verbunden mit dem „Versprechen“, dass die Daten nach der Zahlung gelöscht werden.

Solche E-Mails enthalten oft detaillierte Berichte über den angeblichen Hack, Erklärungen zu verschiedenen Malware-Arten und sogar „Tipps“ für mehr Sicherheit – ironischerweise, da diese Tipps manchmal tatsächlich echten Sicherheitsempfehlungen entsprechen.

Eine andere Variante des Betrugs besteht darin, dass sich Betrüger als Auftragsmörder ausgeben. In diesem Fall behauptet der Absender, es gäbe einen „Auftrag“ zur Tötung des Opfers, bietet aber an, es zu verschonen, wenn es mehr als den geforderten Betrag zahlt.

Die E-Mail enthält eine Krypto-Wallet-Adresse für die Lösegeldzahlung, und der Betrüger präsentiert sich als „wohlwollender Vermittler“. Diese Betrugsmasche basiert auf Angst statt auf Scham und bietet dem Opfer „Leben gegen Bezahlung“.


Falsche Anschuldigungen und Kryptowährungsbeträge


(FotoPixabay.com/Geralt)
Eine weitere gängige Masche ist die Vortäuschung, Beamte von Strafverfolgungsbehörden wie Europol zu sein.

Opfer erhalten E-Mails mit angehängten PDF- oder DOC-Dokumenten, die gefälschte Vorladungen oder Anklagen wegen schwerer Verbrechen wie Kindesmissbrauch, Exhibitionismus oder Menschenhandel enthalten.

Diese Dokumente enthalten oft erfundene Gesetzesartikel, gefälschte Unterschriften und Siegel und fordern eine sofortige Kontaktaufnahme über die angegebene E-Mail-Adresse, um den Fall zu „lösen“.

Wenn das Opfer antwortet, fordern die vermeintlichen Beamten die Zahlung von Geldstrafen, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Dies führt in der Regel zu Überweisungen in Kryptowährung.

Diese Betrugsmasche ist besonders in Europa verbreitet, und die Nachrichten werden auf Französisch, Spanisch und Portugiesisch versendet.

– Um Schutzsysteme zu umgehen, nutzen Betrüger verschiedene Techniken, um nicht entdeckt zu werden – erklärt Anna Lazaricheva, Senior Spam Analyst bei Kaspersky.

Sie betont, dass dies „das Einfügen der Hauptbedrohung in Anhänge (um das Scannen des E-Mail-Inhalts zu umgehen), das Mischen von Buchstaben aus verschiedenen Schriftsystemen (z. B. das Ersetzen lateinischer Buchstaben durch ähnliche kyrillische), das Hinzufügen diakritischer Zeichen über HTML-Codes, das Variieren von Schriftarten in der HTML-Struktur, das Einfügen zufälliger Symbole oder Satzzeichen zwischen Wörtern und das Verstecken von Text in unsichtbaren HTML-Tabellen umfasst.

– Dieses „Rauschen“ erschwert es Sicherheitslösungen, den Betrug zu erkennen, da jede Version der E-Mail zwar einzigartig erscheint, aber dennoch für Menschen lesbar ist.

- Beispielsweise können Krypto-Wallet-Adressen durch HTML-Elemente verborgen werden, wodurch sie Filter umgehen können, während das Opfer sie weiterhin kopieren kann - erklärt Lazaricheva.

Schutz in mehreren Schritten

(FotoPixabay.com/StartupStockPhotos)
Um nicht Opfer solcher Betrügereien zu werden, empfiehlt Kaspersky folgende Schritte:

Überprüfen Sie den Absender: Vergleichen Sie immer die Absenderadresse in der E-Mail mit der Adresse im Feld „Antwort an“ oder der im Nachrichtentext angegebenen Adresse. Abweichungen deuten oft auf Betrug hin.

• Ignorieren Sie Anhänge und Links: Öffnen Sie keine unbekannten Dateien, da diese Schadsoftware enthalten können. Klicken Sie nicht auf verdächtige Links – diese können zu Phishing- oder Betrugsseiten führen.

Achten Sie auf Anzeichen von Betrug: Achten Sie auf ungewöhnliche Textformatierungen, gemischte Schriftarten oder zufällige Symbole – dies sind typische Anzeichen für Spam.

• Informieren Sie sich über die Vorgehensweise: Echte Strafverfolgungsbehörden versenden niemals Vorladungen per E-Mail oder fordern Zahlungen in Kryptowährung, sondern nutzen offizielle Kanäle.

• Überprüfen Sie die Behauptungen: Suchen Sie online nach den genannten Behörden, Gesetzen oder Organisationen – wenn diese nicht existieren oder die Angaben nicht übereinstimmen, handelt es sich um Betrug.

• Melden Sie den Vorfall und schützen Sie sich: Leiten Sie verdächtige E-Mails an die zuständigen Behörden, z. B. Ihre örtliche Cybercrime-Einheit, weiter und aktualisieren Sie umgehend die Sicherheitssoftware Ihres Geräts.

Lesen Sie mehr im Blogbeitrag auf KasperskyDaily.
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