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Staat steht vor einer erheblichen Verschuldung im nächsten Jahr – Rund 8,3 Milliarden Euro zur Deckung des Haushaltsdefizits und alter Forderungen

Quelle: Beta Montag, 10.11.2025. 10:50
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Podeli
(FotoVlada Srbije)
Die serbische Regierung plant, im Jahr 2026 rund 970 Milliarden Dinar (ca. 8,3 Milliarden Euro) aufzunehmen, um das Haushaltsdefizit zu decken und Altschulden zu tilgen, berichtet das Portal Nedeljnik.rs heute.

Dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr zufolge werden die Staatsausgaben 2.751,7 Milliarden Dinar (23,5 Milliarden Euro) betragen, während die Einnahmen voraussichtlich 2.414,7 Milliarden Dinar (20,6 Milliarden Euro) erreichen werden. Daraus ergibt sich ein Defizit von 337 Milliarden Dinar (2,88 Milliarden Euro).

Tilgung alter Kredite

Ein wesentlicher Teil der neuen Schulden ist nicht für neue Projekte vorgesehen, sondern für die Rückzahlung bereits aufgenommener Kredite und Anleihen.

Im Jahr 2026 werden rund 793 Milliarden Dinar (ca. 6,77 Milliarden Euro) an Altschulden fällig.

Zu den größten fälligen Verbindlichkeiten zählen zwei umfangreiche Budgethilfedarlehen der Regierung und des Abu Dhabi Development Fund (Vereinigte Arabische Emirate), die im August bzw. Dezember 2026 vollständig fällig werden.

Der Gesamtbetrag der zurückzuzahlenden Darlehen beläuft sich auf zwei Milliarden US-Dollar, also fast 1,9 Milliarden Euro.

Ein Großteil des Geldes wird zudem zur Rückzahlung fälliger Staatsanleihen auf dem Inlandsmarkt sowie zur Erfüllung von Verpflichtungen gegenüber dem Internationalen Währungsfonds verwendet.

Darlehen von ausländischen Regierungen und Fonds
(FotoNicoElNino/shutterstock.com)
Um die notwendigen Mittel zu sichern, plant der Staat, sich aus drei Hauptquellen zu finanzieren.

Geplant sind Kredite in Höhe von bis zu 380 Milliarden Dinar (ca. 3,24 Milliarden Euro) von in- und ausländischen Finanzinstitutionen, die Ausgabe von Staatsanleihen in Höhe von bis zu 320 Milliarden Dinar (ca. 2,73 Milliarden Euro) auf dem Inlandsmarkt sowie die Ausgabe von Eurobonds in Höhe von bis zu 260 Milliarden Dinar (ca. 2,22 Milliarden Euro) auf dem internationalen Markt.

Ein erheblicher Teil der Schulden, nämlich 234,4 Milliarden Dinar (2 Milliarden Euro), ist als allgemeine Haushaltsstützung durch Kredite ausländischer Regierungen und Fonds vorgesehen.

Diese Mittel sind, wie erläutert, für die „Finanzierung des Staatshaushalts der Republik Serbien (einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Finanzierung von Bedarfen der Republik Serbien von nationaler Bedeutung)“ bestimmt. Das bedeutet, dass sie nicht an spezifische Projekte gebunden sind, sondern der Liquiditätssicherung und der Deckung allgemeiner Staatsausgaben dienen.

Neben der allgemeinen Kreditaufnahme plant die Regierung auch die Aufnahme zahlreicher zweckgebundener Kredite zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten.

Der Großteil dieser Kredite ist für die Verkehrs- und Energieinfrastruktur bestimmt.

Zu den wichtigsten Projekten, die mit den neuen Krediten finanziert werden, gehören der Bau der Autobahn Požega-Boljara, die Pumpspeicherkraftwerke „Bistrica“ und „Đerdap 3“, die Fortsetzung des Baus der Belgrader U-Bahn sowie die Modernisierung und der Ausbau wichtiger Eisenbahnstrecken im ganzen Land.
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