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Vereinbarung zum Bau eines Abwassernetzes und einer Kläranlage im Belgrader Stadtbezirk Palilula unterzeichnet

Quelle: eKapija Dienstag, 04.11.2025. 11:56
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Abbildung (Fotothink4photop/shutterstock.com)Abbildung
Umweltministerin Sara Pavkov und Minister für Europäische Integration Nemanja Starović unterzeichneten gemeinsam mit EIB-Vizepräsident Robert de Groot ein Abkommen zum Bau eines Abwassernetzes und einer Kläranlage in der Belgrader Gemeinde Palilula.

Pavkov betonte, dass die Umsetzung dieses Projekts eine der größten Umweltprobleme Belgrads löse – die Einleitung ungeklärter Abwässer in die Donau.

- Mit diesem Projekt erhält Belgrad erstmals eine Kläranlage nach höchsten europäischen Standards. Die Bewohner des linken Donauufers, insbesondere der Ortschaften Krnjača, Borča und Kotež, profitieren von einem modernen und effizienten Abwassersystem, das die sanitären Bedingungen, die Lebensqualität und den Umweltschutz deutlich verbessern wird. Die Anlage wird eine Kapazität von 86.000 Einwohnergleichwerten haben und täglich mehr als 30.000 Kubikmeter Abwasser verarbeiten. Mit diesem Projekt lösen wir endlich eines der größten Umweltprobleme Belgrads: die Einleitung ungeklärter Abwässer in die Donauf - so Pavkov.

Die Ministerin betonte, dass das Projekt auch einen Schritt zur Erfüllung der serbischen Verpflichtungen aus Kapitel 27 „Umwelt und Klimawandel“ sowie zur Umsetzung der Grünen Agenda für den Westbalkan und des Wirtschafts- und Investitionsplans der Europäischen Union darstelle.

- Ich bin stolz darauf, dass wir mit der Unterstützung unserer europäischen Partner Belgrad erstmals eine Kläranlage ermöglichen und die höchsten europäischen Standards im Abwassermanagement nach Palilula bringen werden - erklärte Pavkov.

Zur Erinnerung: Wären die Ankündigungen von Regierungs- und Stadtvertretern Realität geworden, wären die Belgrader Siedlungen am linken Donauufer weitgehend durch ein Abwassernetz vernetzt und an eine Kläranlage angeschlossen. Denn vor zehn Jahren versicherten Vertreter der damaligen Regierung, angeführt von anderen politischen Akteuren, in der Belgrader Stadtversammlung der Öffentlichkeit und den politischen Gegnern, dass die Siedlungen am linken Donauufer bis 2025 definitiv ein modernes Abwassersystem erhalten und dieses auch bis dahin fertiggestellt sein würde. Doch die Realität sah anders aus. Zwar geschah nicht gar nichts, aber im Vergleich zu den Ankündigungen wurde nur ein Bruchteil der Arbeiten ausgeführt. Die Stadtverwaltung rechtfertigte sich derweil mit „höherer Gewalt“, d. h., die interessierten Bauunternehmen wollten nicht für das angebotene Geld arbeiten, sondern verlangten einen höheren Betrag für die geplanten Arbeiten. Inoffiziell ließ die Stadt vor einigen Jahren durchblicken, dass das Abwasserprojekt am linken Donauufer so lange festgefahren sei, wie dies der Fall sei, da es nicht aus der Hauptstadt, sondern von einer ausländischen Bank finanziert werde, die die Ausschreibungsbedingungen diktierte.

D. A.
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