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Wie öffentlich-private Partnerschaften die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen beschleunigen können

Quelle: RTS Sonntag, 02.11.2025. 13:33
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Podeli
Abbildung (FotoKzenon/shutterstock.com)Abbildung
In Serbien gibt es laut Angaben des Statistikamtes rund 16.000 kleine und mittlere Unternehmen. Die Verantwortlichen sind der Ansicht, dass für deren Weiterentwicklung vor allem Kenntnisse in Bereichen wie der Professionalisierung des Managements und des Finanzmanagements fehlen. Dank des öffentlich-privaten Partnerschaftsprojekts der serbischen Wirtschaft und der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) konnten sie im zweiten Jahr in Folge Zuschüsse von bis zu 100.000 Schweizer Franken für professionelle Unterstützung und betriebliche Weiterentwicklung beantragen.

Das in Smederevo ansässige Unternehmen für Schutzausrüstung hatte bei seiner Gründung vor drei Jahrzehnten zehn Mitarbeiter. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem mittelständischen Unternehmen mit über hundert Beschäftigten. Heute produziert es jährlich mehr als 360.000 Arbeits- und Schutzkleidungsstücke, von denen die Hälfte exportiert wird. Das Wachstum überstieg jedoch die Kapazitäten der bestehenden Organisation.

- Die Zusammenarbeit mit dem SME HUB hat uns sehr geholfen, unsere neue Unternehmensstrategie zu entwickeln – einen strategischen Plan für die nächsten drei Jahre, um den täglichen Herausforderungen des Marktes zu begegnen. Wir haben außerdem unsere Produktionsprozesse optimiert und beschleunigt sowie die Ressourcen – sowohl finanzielle als auch Materialressourcen – innerhalb des Unternehmens besser verteilt, um Kosten zu senken und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern - so Nikola Ristić von Jugoteks aus Smederevo.

Die jahrzehntelange Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Serbien ist laut Geschäftsleuten ein Beispiel dafür, wie strategische Partnerschaften nachhaltige Ergebnisse erzielen können.

- Rund 600 Schweizer Unternehmen sind heute in Serbien tätig und beschäftigen mehr als 20.000 Mitarbeiter in verschiedenen Branchen – Produktion, IT, Pharma und Finanzen. Seit 2010 haben Schweizer Unternehmen rund 2,5 Milliarden Euro investiert und gehören damit zu den fünf größten ausländischen Investoren. Der SME HUB ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie lokale Stärkung und Partnerschaften zu gemeinsamem Wachstum beitragen - sagt Richard Kohli, Leiter des Büros der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Unternehmen, die bereit sind, sich an der öffentlich-privaten Partnerschaft zu beteiligen, verdoppelt.

- Insgesamt 23 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben den Transformationsprozess begonnen, 12 davon haben ihn erfolgreich abgeschlossen. Der Wert der Transformationen beläuft sich auf 1,5 Millionen Schweizer Franken. Besonders erfreulich ist für uns, dass die Unternehmen angaben, bis zu 70 % der im Prozess vermittelten Instrumente und Methoden angewendet zu haben - betont Aleksandar Goračinov, Direktor des SME HUB.

In den Unternehmen, die Teil des öffentlich-privaten Partnerschaftsprojekts geworden sind, sind fast 50 % der Beschäftigten Frauen, und mehr als 430 Arbeitnehmer gehören benachteiligten Gruppen an. Es wird erwartet, dass das Projekt in den kommenden Jahren rund 80 verschiedene inländische KMU unterstützen wird.
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