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Sanktionen stoppten den Verkauf von Tochterunternehmen von NIS in der Region

Quelle: Beta Mittwoch, 22.10.2025. 10:25
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(FotoShutterstock/dr Igi)
Das Mineralölunternehmen Naftna industrija Srbije (NIS) hatte vor zwei Jahren den Verkauf ihrer Tochtergesellschaften in der Region eingeleitet, dieser Prozess wurde jedoch aufgrund der US-Sanktionen gestoppt, schreibt die Belgrader Tageszeitung Danas. NIS besitzt Tochtergesellschaften in drei Nachbarländern – Rumänien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina. Seit Einführung der Sanktionen haben alle NIS-Tochtergesellschaften in diesen drei Ländern ihre Tankstellen geschlossen, ihre Konten gesperrt und den Betrieb eingestellt.

In Rumänien betreibt NIS 19 Tankstellen unter der Marke Gazprom (NIS Petrol S.R.L.), und am 9. Oktober wurden alle Finanztransaktionen ausgesetzt. Ähnlich verhält es sich in Bulgarien, wo Gazprom/NIS 23 Tankstellen betreibt – alle sind geschlossen, Bankkonten gesperrt und Kraftstofflieferungen eingestellt.

In Bosnien und Herzegowina werden über die Unternehmen NIS Petrol Banjaluka und G-Petrol Sarajevo 42 Tankstellen betrieben, die rund 500 Mitarbeiter beschäftigen. Banken haben Konten geschlossen, internationale Zahlungen blockiert und Lieferungen aus der Raffinerie Pančevo seit mehr als zehn Tagen ausgesetzt. Laut anonymen Informationen von Danas sind mehrere ernsthafte Käufer am Kauf interessiert, und die Verhandlungen über die Übernahme sind bereits weit fortgeschritten. Allen Tochtergesellschaften ist gemeinsam, dass sie Verluste machen: In Rumänien verzeichnete NIS einen Geschäftsverlust von 160 Millionen Euro, in Bulgarien von 90 Millionen Euro.

Die Verluste der NIS-Tochtergesellschaften in diesen Ländern begannen vor etwa zwei Jahren, als die Europäische Union begann, die Sanktionen gegen den russischen Energiesektor (einschließlich Gazprom) deutlich zu verschärfen, was die Geschäftstätigkeit in Rumänien und Bulgarien erschwerte. Die aktuellen Betriebssperren und Schließungen von Zapfsäulen führen zu neuen Verlusten.

Schätzungen zufolge wird NIS in Rumänien und Bulgarien jeweils Verluste von 30 bis 35 Millionen Euro erleiden, in Bosnien und Herzegowina werden es bis zu 50 Millionen Euro sein. Alte und erwartete neue Verluste werden für NIS einen Geschäftsverlust von rund 350 bis 360 Millionen Euro bedeuten.
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