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Sport-Oscars gehen an Djokovic und Cheruiyot

Quelle: RTS Dienstag, 07.02.2012. 15:20
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Podeli

(Novak Djokovic)

Auf der ungewohnten Bühne hielt sich Triumphator Novak Djokovic zurück – und auch sein Hemd blieb diesmal heile. Anderes als noch vor Wochenfrist, als der Tennisprofi aus Serbien bei den Australian Open seinen fünften Grand-Slam-Triumph euphorisch zelebrierte und sich sein Trikot in Stücken vom Leibe riss, feierte der Weltsportler des Jahres am Montag in London seine erste große Auszeichnung abseits des Tennisplatzes bei den 13. Laureus Awards ruhig und gesittet.

Dabei hatte der momentan beherrschende Tennisprofi durchaus Gründe stolz auf den Titel des besten Sportlers 2011 zu sein. Erstens hat er es den in seiner Sportart lange Jahre dominierenden Rafael Nadal und Roger Federer nun gleichgetan.

Und zweites war die Konkurrenz nicht minder hart wie bei einem Major-Turnier. Und schließlich: Der Sieg war eindeutig. Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hatte das Nachsehen so wie NBA-Champion Dirk Nowitzki oder auch Wunderläufer Usain Bolt und Weltfußballer Lionel Messi.

Bei Frauen siegte Vivian Cheruiyot aus Kenia, die bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Daegu sowohl über 5000 als auch 10.000 Meter Gold geholt hatte.

Oscar Pistorius war gleich zweimal nominiert; den Preis bekam er als bester Sportler mit einer Behinderung. Doch auch für den sogenannten „Durchbruch des Jahres“, der dem 22-jährigen nordirischen Golfer und US-Open-Sieger Rory McIlroy zugesprochen wurde, hätte der beinamputierte Leichtathlet aus Südafrika einen Preis verdient gehabt.

Dafür, dass er mit der 4x400-Meter-Staffel seines Landes Silber bei der Weltmeisterschaft in Südkorea gewonnen hat. Außer Pistorius hat das noch keiner geschafft – und dies will er bei den Olympischen Spielen im Sommer in London wiederholen. Das Comeback des Jahres lieferte der Nordire Darren Clark, der mit 42 Jahren im 20. Anlauf seiner Golf-Karriere erstmals die Open Championship in Royal St. George`s gewonnen hat.

Die Laureus Awards wurden in London zum 13. Mal im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung vergeben. „Die Awards sind ein großer Event, es ist einfach toll, all diese Ausnahmesportler immer wiederzusehen und sich auszutauschen. Dahinter aber steht die Idee, die das ganze Jahr verfolgt wird, die abseits der großen Bühne gelebt wird und eben auch enorme wirtschaftliche Möglichkeiten freisetzt – für diejenigen, die sie brauchen“, sagte Becker.

Denn die Wahl der Weltsportler des Jahres ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist die Laureus Sport for Good Stiftung, die weltweit Projekte vor allem für benachteiligte Kinder unterhält und bis dato 40 Millionen Euro investiert hat. Getreu dem von Nelson Mandela begründeten Wahlspruch: „Sport hat die Macht, die Welt zu verändern.“

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