"Agrobanka" benötigt Kapitalerhöhung um 100 Mio. Euro
Freitag, 03.02.2012.
10:35
Eine Analyse der Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG zeige, dass "'Agrobanka' unterkapitalisiert ist, mehr als man vermutet hat, sowie, dass fast 50% der gewährten Kredite als problematisch bezeichnet werden können", erklärte der Staatssekretär des Finanzministeriums Goran Radosavljević der Agentur "Bloomberg".
Der Revisorenbericht wurde in Hinsicht auf das möglichst schlechteste Szenario für die Bank erstellt, so Radosavljević. Es könnte passieren, dass sich ein Teil der "schlechten" Kredite später als nicht so problematisch erweise, sagte er.
Die Landwirtschaftsbank benötige, seiner Meinung nach, das zusätzliche Kapital von mindestens 100 Mio. Euro, um das normale Ausübung der Geschäftstätigkeit zu sichern. Radosavljević betonten, dass die Regierung Serbiens die "Agrobanka", "für strategisch wichtig hält und will sie unbedingt retten".
Die Regierung sei bereit, den Plan zur Kapitalerhöhung mit anderen Aktionären zu erörtern, sagte er.
- Der Staatshaushalt ist beschränkt, aber entsprechende Revitalisierungsmaßahmen würden sechs bis neun Monaten dauern und sie würden die finanzielle Hilfe der Zentralbank Serbiens in Form eines Kredits für die Stärkung des Umlaufvermögens einschließen - erklärte Radosavljević.
- Erst danach können wir die Suche nach einem strategischen Partner, unter Aktionären oder anderen Investoren überlegen - meinte er.
Seit der Stellung der Bank unter die Zwangsverwaltung gingen die Aktien der "Agrobanka" fast um 56% zurück. Aufgrund des letzten Preises - 1.500 Dinar je Aktie, beläuft sich die Marktkapitalisierung der Bank auf 1,18 Mrd. Dinar (11,2 Mio. Euro).
Agrobanka a.d. Beograd
Ministarstvo finansija Republike Srbije
Vlada Republike Srbije
KPMG d.o.o. Beograd
Bloomberg SAD

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora