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US-Außenministerium: Korruption, Bürokratie und ineffiziente Justiz stellen für Investoren in Serbien ein Problem dar

Quelle: Beta Sonntag, 05.10.2025. 17:11
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(FotoPixabay / nattanan23)
Serbiens Investitionsklima hat sich in den letzten Jahren leicht verbessert, doch es bestehen weiterhin Herausforderungen, darunter Bürokratie, Korruption, ineffiziente Staatsunternehmen, ein großer informeller Sektor und eine ineffiziente Justiz, so das US-Außenministerium. Auch politischer Einfluss sei ein Problem.

In der „Erklärung zum serbischen Investitionsklima 2025“ werden Finanzstabilität, Haushaltsdisziplin und von der Europäischen Union (EU) unterstützte Reformen als Vorteile genannt. Zudem wird hinzugefügt, dass die Anziehung ausländischer Investitionen weiterhin eine Priorität für Serbien sei.

Es wird ergänzt, dass das Engagement des IWF in Verbindung mit einer vernünftigen Finanzpolitik zu einem allgemein guten makroökonomischen Umfeld beitrage.

Es wird daran erinnert, dass die Schuldenquote mit unter 50 Prozent relativ gesund ist und dass S&P Serbien im Oktober 2024 erstmals ein Investment-Grade-Rating verlieh und es von „BB+“ auf „BBB-“ mit stabilem Ausblick anhob.

In der Erklärung heißt es, US-Investoren stünden Serbien aufgrund der Lage, der gut ausgebildeten Arbeitskräfte, der wettbewerbsfähigen (aber steigenden) Arbeitskosten, der großzügigen Investitionsanreize und der Freihandelsabkommen mit der EU und anderen Märkten grundsätzlich positiv gegenüber.

US-Investoren genießen grundsätzlich gleiche Wettbewerbsbedingungen, heißt es weiter.

Das Außenministerium gibt zudem Anlass zur Sorge, da auch politischer Einfluss Anlass zur Sorge gebe, und nennt als Beispiel die Tatsache, dass die Regierung als Reaktion auf Proteste im Jahr 2022 ein geplantes Lithiumprojekt gestoppt habe.

In der Erklärung heißt es: „Obwohl die größtenteils von der EU unterstützten Reformen zur Verbesserung von Privatisierung, Beschaffung, Arbeitsrecht, Genehmigungsverfahren und anderen Bereichen fortgesetzt werden, erfolgt die Umsetzung nicht immer schnell oder gründlich.“

Es wird darauf hingewiesen, dass die Geschäftsmöglichkeiten weiter wachsen dürften, wenn die Regierung die mit dem EU-Beitritt verbundenen Reformen umsetzt.

Es wird außerdem geschätzt, dass die Digitalisierung bestimmter Regierungsfunktionen (z. B. Baugenehmigungen und Steuerverwaltung) die Bearbeitungszeiten noch nicht wesentlich verbessert hat und es an einer konsequenten Umsetzung mangelt.

Nach Einschätzung des Außenministeriums macht die Regierung schrittweise Fortschritte bei der Bekämpfung ineffizienter Staatsunternehmen.

Die Regierung plant außerdem die Privatisierung von 43 weiteren Unternehmen und baut die aufgeblähte Belegschaft im öffentlichen Sektor und in den Staatsunternehmen Serbiens schrittweise ab.
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