Spanair beantragt offiziell Insolvenz
Dienstag, 31.01.2012.
11:48
Die spanische Fluggesellschaft Spanair hat drei Tage nach der Einstellung des Flugbetriebs die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Unternehmen teilte am Montag den Mitarbeitern mit, dass die Arbeitsverträge für alle 2075 Beschäftigte gekündigt werden. Indirekt sind von der Pleite der viertgrößten spanischen Fluggesellschaft rund 4000 Beschäftigte betroffen.
Wie die Nachrichtenagentur EFE aus Justizkreisen in Barcelona erfuhr, wird es in dem Insolvenzverfahren um Verbindlichkeiten von über 300 Millionen Euro gehen. Die größten Gläubiger dürften die skandinavische Fluggesellschaft SAS und die katalanische Regionalregierung sein. SAS war bis 2009 Mehrheitsaktionär bei Spanair gewesen und hält noch gut zehn Prozent der Anteile. Die Regierung in Barcelona, die über verschiedene Beteiligungen der größte Aktionär ist, hatte rund 140 Millionen Euro in das Unternehmen gesteckt.
Nach Informationen der Zeitung "El País" hatte Spanair am Wochenende überraschend alle Flüge abgesagt, weil es den Treibstoff für die Maschinen nicht mehr bezahlen konnte. Die für Montag vorgesehenen 143 Spanair-Flüge wurden komplett abgesagt. Davon waren nach Angaben der Flughafenbehörde AENA mehr als 15 000 Passagiere betroffen.
Spanair Barcelona

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