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Wie wirkt sich der Klimawandel auf das kulturelle Erbe aus?

Quelle: RTS Sonntag, 24.08.2025. 13:16
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(FotoeKapija / Aleksandra Kekić)
Der Klimawandel bedroht nicht nur Natur und Wirtschaft, sondern droht auch, das kulturelle Erbe, das von der Identität und Geschichte ganzer Nationen zeugt, dauerhaft zu verändern oder zu zerstören.

Die Auswirkungen der globalen Erwärmung, extreme Temperaturen, immer häufigere Dürren und Überschwemmungen sind Teil des Klimawandels, der das kulturelle Erbe weltweit schädigt. Dieses Thema wurde auch in Trstenik bei einem vom Heimatmuseum organisierten Vortrag diskutiert. Vortragender war Bojan Branković, M.Sc. in Naturwissenschaften. Er erläuterte, welche dieser Veränderungen Denkmäler und kulturelles Erbe am stärksten beeinträchtigen:

– In erster Linie ist dies die Verschiebung der Küstenlinie aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels, der wiederum durch das Abschmelzen der Gletscher verursacht wird. Dadurch sind Küstenabschnitte archäologischer Stätten, kulturelles Erbe, aber auch Städte von großer kultureller Bedeutung überflutet worden. Ein Beispiel hierfür ist der Untergang Venedigs. In Europa sind das Schloss Nyborg in Dänemark und innerhalb des Westminster-Komplexes der Victoria Tower hervorzuheben. Dies sind einige sehr wichtige Orte, die auf der Website von Europa Nostra zu finden sind. Dort werden diese Stätten als die materiell am stärksten gefährdeten Stätten, insbesondere durch Klimawandel und Klimaextreme, eingestuft.

Er fügt hinzu, dass wir wie ganz Europa betroffen seien und alles von der jeweiligen Region abhänge.

- In Belgrad sind die Gebäude des Generalstabs dem Einfluss atmosphärischer Faktoren ausgesetzt, d. h. Niederschlägen, sowohl Schnee als auch Regen, aber auch extremen Dürren, die wir im Sommer verzeichnen, was in den Vorjahren nicht der Fall war. Ich kann z.B. auch das Kloster Ljubostinja in unserem Landkreis, in der Gemeinde Trstenik, als ein gefährdetes Kulturgut erwähnen - sagt Bojan Branković.

Auf die Frage, ob dieses Problem sowohl in Europa als auch hierzulande ausreichend erkannt werde und welche Lösungen es gebe, antwortet Bojan Branković:

- Die Digitalisierung ist sicherlich eine der zukünftigen Lösungen, eine Form der Konservierung, die die Erinnerung an diese Stätten bewahrt. Was wir tun müssen – als Einzelpersonen, aber auch aus wissenschaftlicher und staatlicher Sicht – ist die Verabschiedung bestimmter Programme und Pläne sowie die Durchführung von Feld- und Laborforschung, um dieses Problem bestmöglich zu lösen.

Der Klimawandel ist eine stille Bedrohung, doch die Folgen können weitreichend sein. Kulturelles Erbe ist die Identität eines Volkes, und wenn wir es nicht rechtzeitig schützen, können wir künftigen Generationen möglicherweise nichts hinterlassen.

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