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Belgrader Fernsehsender "TV Avala" zum Verkauf

Quelle: Danas Montag, 23.01.2012. 00:06
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Inhaber des Belgrader Fernsehsenders "TV Avala", deren Angestellen schon dreißig Tage wegen der ausstehenden Löhne streiken, verhandeln, angeblich, mit einem internationalen Unternehmen über den Verkauf des Kontroll-Aktienpakets, erfährt die Belgrader Tageszeitung "Danas" und kündigt ein Treffen am Mittwoch, dem 25. Januar an. Mit Vertretern des internationalen Unternehmens sollte sich Danko Đunić, einer der Inhaber von "TV Avala", treffen.

Die inoffizielle Quelle von "Danas" behauptet, dass man parallel dazu über die Erhöhung des Grundkapitals des Fernsehens mit einheimischen natürlichen und juristischen Personen verhandelt. Zu ihnen gehöre, unter anderen, der Geschäftsmann Predrag Ranković Peconi, dessen Anwalt im Gebäude von "TV Avala" unlängst gesehen worden sei. Der Rat für Bekämpfung der Korruption glaubt, obwohl es keine offiziellen Berichte gibt, dass der erwähnte Businessman den Fernsehsender "Happy TV" kontrolliert, "weil alle Firmen, die sich am erwähnten Fernsehen beteiligen, in Zemun und an derselben Adresse wie andere Unternehmen von Ranković registriert sind".

Jeder Besitzerwechsel muss der Fernmeldebehörde angemeldet und von ihr beilligt werden. Ausländer sind von der Mehrheitsbeiteiligung an einheimischen elektronischen Medien ausgeschlossen, sie haben Recht auf maximal 49%. Es passierte aber auch, dass ausländische Medienunternehmen deshalb in Serbien eine Tochtergesellschaft registrieren, die 51% des Kapitals erwirbt, während restliche 49% von der ausländischen Muttergesellschaft kontrolliert werden.

Angstellten, die schon ein Monat streiken, bewegten die Information über den Streik in die obere linke Ecke des Bildschirms, als eine Geste des guten Willens gegenüber dem neuen Chefredakteur Dušan Pančić. Man spekuliert darüber, dass die Geschäftsleitung die Regie in ein anderes Gebäude, vielleicht sogar in das Gebäude des Fernsehsenders "TV Pink" verlegen wird, um den umstrittenen Aufschrift zu entfernen.

Die Angestellten haben eine siebentägige Frist festgesetzt, innerhalb deren etwas zu verändern ist, oder sie werden den Streik radikalisieren und die Ausstrahlung des Fernsehprogramms unterbrechen. Sie könnten diese Frist in Hinsicht auf das angekündigte Treffen mit dem ausländischen Unternehmen bis Freitag verlängern.

Auszahlung oder vor Gericht

In einem Interview für "Danas" gab der Leiter der Arbeitsbehörde Predrag Peruničić bekannt, der Geschäftsleitung von "TV Avala" eine achttägige Frist für die Auszahlung der ausstehenden Löhne für Juli, August, September, Oktober und November 2011 an Angestellten gegeben zu haben. Der Fall werde anderfalls vor Gericht gehen.

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