Serbischer IT-Verband: Unternehmen erwägen Rückzug vom Markt aufgrund gestrichener Anreize
Quelle: eKapija
Dienstag, 15.07.2025.
09:40
Dienstag, 15.07.2025.
09:40
Abbildung (FotoPixabay / AlfredMuller)
- Vier Wochen nach der Streichung der Anreize für neu umgesiedelte Personen und trotz mehrerer offizieller Schreiben an die zuständigen Institutionen hat ein Dialog mit der IT-Branche noch nicht begonnen – heißt es in der Pressemitteilung.
Der SITA, der mehr als 20 Technologieunternehmen mit einem Jahresumsatz von über 375 Millionen Euro vereint, wovon über 290 Millionen Euro aus IT-Dienstleistungsexporten stammen, äußerte sich zutiefst besorgt über die völlige Auslassung institutioneller Maßnahmen.
Wie der Verband in seiner Pressemitteilung erklärt, haben die Behörden trotz ihrer Appelle und rechtzeitigen Warnungen vor möglichen negativen Folgen weder eine Begründung für die Entscheidung noch Lösungsvorschläge vorgelegt, die es den Unternehmen ermöglichen würden, ihre Geschäftstätigkeit anzupassen. Sie fügen hinzu, dass sie inzwischen spürbare Folgen sehen – mehrere IT-Unternehmen erwägen bereits eine strategische Neuausrichtung und einen teilweisen oder vollständigen Rückzug vom serbischen Markt.
Laut Analysen der SITA brachte die aufgehobene Verordnung messbare Vorteile sowohl für den Staatshaushalt als auch für die Binnenwirtschaft.
– Etwa zwei Drittel aller Steuerzahlungen blieben im Haushalt der Republik Serbien, während ein Drittel Anreize für Unternehmen darstellte. Der Mechanismus war keine Steuerbelastung, sondern ein Instrument zur Verbreiterung der Steuerbasis und zur Stärkung der Marktwettbewerbsfähigkeit. Neben den direkten Einnahmen aus Einkommens-, Gewinn-, Vermögens- und Mehrwertsteuer trug dieser Anreiz zur Beschäftigung hochqualifizierter Fachkräfte, zum Wachstum der IT-Dienstleistungsexporte, zum Wissenstransfer und zur Stärkung inländischer Teams bei. Es ist wichtig zu betonen, dass dies nicht der einzige Steuermechanismus ist, der sich auf die Nachhaltigkeit der IT-Branche in Serbien auswirkt. Eine umfassendere Reflexion des Steuerrahmens für alle IT-Unternehmen, sowohl inländische als auch ausländische, ist erforderlich, um Vorhersehbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Branchenstabilität zu gewährleisten – betont die SITA.
Der Verband fordert die Regierung der Republik Serbien dringend auf, unverzüglich in den Dialog mit der Branche zu treten und eine Übergangslösung zu definieren. Andernfalls bestehe die Gefahr, jahrelange Bemühungen zur Anziehung von Investitionen und zur Entwicklung des technologischen Ökosystems dauerhaft zu untergraben, warnt die SITA.
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Serbischer IT-Verband (SITA)
Rückzug von IT-Unternehmen vom serbischen Markt
Anreize für IT-Unternehmen
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