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Čadež: Beste Lösung zur Lockerung der US-Zölle gesucht

Quelle: eKapija Donnerstag, 10.07.2025. 09:40
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(FotoAI generisana fotografija / ChatGPT)
Serbien bemüht sich in Verhandlungen mit den USA, die Einführung neuer Zölle, die die US-Regierung ab dem 1. August ankündigt, insbesondere auf die wichtigsten Exportprodukte, darunter Reifen, zu erleichtern. „Angesichts der guten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten bin ich optimistisch, die beste Lösung zu finden“, sagte Marko Čadež, Präsident der serbischen Handelskammer, in einem Interview mit der Sendung „Zoom In“ von Bloomberg Adria TV, wie die serbische Handelskammer mitteilte.

Zu den Schätzungen des BIP-Wachstums in Serbien, das von 2,8 % der MAT-Prognose bis zu den optimistischen 4,2 % der serbischen Regierung anstieg, erklärte Čadež, dass das BIP-Wachstum auch von unseren Exportmärkten bedingt sei, die eine Verlangsamung verzeichnen, vor allem von den Mitgliedsländern der Europäischen Union.

– In Deutschland, das wirtschaftlich stagnierte und einen Rückgang der Investitionen verzeichnete, ist eine leichte Erholung zu verzeichnen, und unsere Unternehmen exportierten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 20,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Handel mit Deutschland verzeichnen wir zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten einen Überschuss. Dies ist das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit und steigender Aufträge für serbische Unternehmen - erklärte Čadež.

Die Daten zeigen, dass Serbiens Industrieproduktion und Exporte wachsen – in den ersten fünf Monaten lagen die Exporte um 10,2 % über dem Vorjahreszeitraum. Dies deutet darauf hin, dass die serbische Wirtschaft unter komplexen Bedingungen stabil funktioniert, so der Präsident der serbischen Handelskammer. Er mahnte jedoch, angesichts der zahlreichen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die globalen Handelsbeziehungen, Vorsicht walten zu lassen.

Ihm zufolge fließen zunehmend Investitionen von Hightech-Unternehmen nach Serbien. Als Beispiel nannte er das Unternehmen Toyo Tires, das seine Forschung und Entwicklung dank der Qualität einheimischer Ingenieure und der innovativen Community von Deutschland nach Serbien verlagert.

Andererseits zeugt der Weggang bestimmter Hersteller, wie beispielsweise Leoni, der eine seiner Fabriken schließt, von einem natürlichen Entwicklungsprozess: Wenn die Wirtschaft wächst und stärker auf Wissen basiert, verlagert sich die Produktion mit geringer Wertschöpfung in Länder wie Tunesien, Marokko oder Ägypten, wo die Arbeitskräfte billiger sind, so Čadež. Er fügte hinzu, dass es wichtig sei, dass dieser Prozess schrittweise abläuft und mit dem Staat Lösungen für Steuer- und andere Erleichterungen gefunden werden, um arbeitsintensiven Branchen eine Übergangsphase zu ermöglichen.

Čadež verwies auf die Ergebnisse des Zentrums für Wirtschaftsinitiativen und schnelle Lösungen, das die serbische Handelskammer eingerichtet hat, um administrative Hürden effizienter zu beseitigen und wirtschaftsrelevante Prozesse zu beschleunigen.

– In der Baubranche wurden Engpässe festgestellt, wie beispielsweise die langsame Erteilung von Genehmigungen – insbesondere für Solarkraftwerke in Industrieanlagen. Heute, nach nur wenigen Monaten Betrieb des Zentrums, ist die Zahl der erteilten Genehmigungen von einer einstelligen Zahl auf über 40 gestiegen – so Čadež.

Er fügte hinzu, dass systematisch daran gearbeitet werde, spezifische Probleme zu lösen und die oft widersprüchlichen und unterschiedlich ausgelegten Verordnungen zu harmonisieren. Ziel sei es, bis zum Herbst klare Empfehlungen zu haben, die von der republikanischen Ebene bis an die lokalen Regierungen weitergeleitet würden, um eine einheitliche Auslegung der Vorschriften zu erreichen.

Čadež betonte, dass sich die Lage stabilisiere, sechs bis sieben Monate politischer Instabilität jedoch nicht ohne Auswirkungen auf die Wirtschaft vergehen könnten.

- Keiner der Großinvestoren gab an, aufzugeben, aber viele potenzielle Investoren entschieden sich abzuwarten. Verantwortungsbewusstsein ist wichtig, denn die Wirtschaft sichert uns allen unseren Lebensstandard, betonte er.

Als zentrale Probleme der Wirtschaft nannte Čadež den Anstieg der Strompreise, den Arbeitskräftemangel und den Missbrauch von Krankenständen.

- Der Anstieg der Strompreise trifft insbesondere energieintensive Industrien. Wir diskutieren mit dem Staat, wie durch Anpassungen der Verbrauchsteuern oder ein Erhebungsmodell ein flexibleres System ermöglicht werden kann, das Fabrikschließungen verhindert, sagte er.

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