Künstliche Intelligenz in den Medien – Was macht eine Maschine und was ein Journalist?
Abbildung (FotoKhakimullin Aleksandr/shutterstock.com)
Die Werkzeuge für den Einsatz künstlicher Intelligenz sind nicht vollständig an die serbische Sprache angepasst und konnten bis vor Kurzem kaum genutzt werden.
Pavle Zlatić, Direktor für digitale Aktivitäten der Wochenzeitung "Velike priče", erklärt, dass Transkription, Audio- und Videoinhalte, Rechtschreibprüfung im Text und Übersetzungen in 90 Prozent der Fälle bereits zufriedenstellend sind, während in 10 Prozent der Fälle eine manuelle Bearbeitung erforderlich ist.
- Wichtig ist hier vielleicht, dass es nicht darauf ankommt, wie viel eine Person zu tun hat, sondern dass sie selbst die Inhalte umfassend prüft – ergänzt Zlatić.
Aufgaben, die an künstliche Intelligenz ausgelagert werden
In Europa nutzen 40 bis 50 Prozent der Medien Tools der künstlichen Intelligenz, mit einer obligatorischen Prüfung der Datenglaubwürdigkeit. Chatbots und verschiedene Text- und Bildverarbeitungsprogramme stehen erst am Anfang. Alle Medienhäuser in Serbien denken ernsthaft über die Einführung künstlicher Intelligenz nach.
Zoran Stanojević, Redakteur des RTS-Internetportals, weist darauf hin, dass es bereits einige Aufgaben gibt, wie beispielsweise die Transkription von Gesprächen, die größtenteils künstlicher Intelligenz überlassen werden.
Es ist zu beobachten, dass einige Texte von künstlicher Intelligenz geschrieben wurden und immer mehr Illustrationen auftauchen. Dies erreicht den Journalismus, muss aber so schnell wie möglich standardisiert werden, um zu wissen, wo und wie sie eingesetzt werden kann – ergänzt Stanojević.
Welche Strategien werden in Großbritannien entwickelt?
In Großbritannien entwickeln die Medien ihre eigenen Strategien für den Einsatz künstlicher Intelligenz. Das bedeutet nicht zwangsläufig einen Stellenabbau, sondern die Möglichkeit, sich stärker kreativer Arbeit zu widmen, heißt es in der Financial Times.
- Ich verwende gerne eine Analogie aus der Tourismusbranche, wo ich früher gearbeitet habe. Als Booking kam, mussten Hotels nicht deswegen schließen, sondern brauchten keine eigene Website oder ein großes Marketingteam. Ähnliches gilt auch für uns - sagt Liz Lohn von der Financial Times.
Die zweitägige Konferenz „Digitale Tage" versammelte rund 600 Experten aus dem In- und Ausland, die in Vorträgen und thematischen Panels die neuesten Daten zur Anwendung künstlicher Intelligenz im digitalen Markt präsentierten.
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