Wie kann man serbischen Unternehmen helfen, die in die USA exportieren?
Quelle: eKapija
Dienstag, 08.04.2025.
13:00
Dienstag, 08.04.2025.
13:00
(FotoIvana Vukotić)
Bei dem Treffen, an dem Unternehmen aus verschiedenen Branchen, darunter der Gummi-, Metall-, Agrar-, Verteidigungs- und Automobilindustrie, teilnahmen, wurde erklärt, dass die vollständigen und notwendigen Unterlagen der USA zu den neuen Zöllen voraussichtlich bis zum 9. April eintreffen werden.
Mihailo Vesović, Vizepräsident der Handelskammer Serbiens, betonte, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit der Unternehmen mit der Handelskammer und der Regierung sei, um optimale Bedingungen für serbische Unternehmen auszuhandeln.
– Dies erfordert die dringende Aufnahme von Handelsverhandlungen. Wir sind uns bewusst, dass in Washington eine lange Warteschlange besteht, aber wir müssen uns als eines der ersten Länder positionieren, um günstigere Bedingungen zu sichern – zumindest solche, die uns auf Augenhöhe mit den Ländern der Region und der EU bringen – betonte Vesović.
Darüber hinaus wies er darauf hin, dass angesichts der Tatsache, dass einige Unternehmen bereits direkte Verluste erleiden, sofortige Unterstützung in Betracht gezogen werden sollte. Dies könnte in Form günstiger Kreditlinien oder einer günstigeren Exportfinanzierung geschehen – Themen, die in den kommenden Tagen erörtert werden.
Jagoda Lazarević, stellvertretende Ministerin für Wirtschaftsdiplomatie im Außenministerium, erklärte, dass täglicher Kontakt mit US-Vertretern bestehe. Sie fügte hinzu, dass in Kürze eine hochrangige serbische Delegation die USA besuchen wird, wo die Frage neuer Zölle eines der Hauptthemen sein wird.
Dragan Kršanin, Direktor des in Pančevo ansässigen Unternehmens „Tehnomarket“, das seit Jahren in den US-Markt exportiert, betonte, dass schnelles Handeln der zuständigen Institutionen entscheidend sei, insbesondere für Unternehmen wie seines, das ein Drittel seiner Exporte in die USA liefert.
- Wir sehen eine mögliche Lösung darin, dass die Handelskammer Serbiens und die Regierung in Verhandlungen eintreten, um die Zölle auf ein vernünftiges Niveau zu senken. Wir erwarten keine vollständige Zollbefreiung, aber die aktuelle Situation schließt uns faktisch vom US-Markt aus - erklärte Kršanin.
Diese Ansicht teilte auch Sanja Stanimirović, Generaldirektorin von „Testeral“ aus Jagodina. Sie ist überzeugt, dass die Regierung schnell reagiert hat und dass es nun entscheidend ist, so schnell wie möglich Verhandlungen mit der amerikanischen Seite aufzunehmen.
- Jetzt ist es am wichtigsten, schnell zu reagieren und Verhandlungen aufzunehmen, um auf diplomatischem und wirtschaftspolitischem Weg Lösungen zu finden - betonte Stanimirović, deren Unternehmen zu 90 % exportorientiert ist und 70 % seiner Exporte in die USA gehen.
Sie schlug vor, Unternehmen mit langfristigen Verträgen mit US-Partnern bestimmte Vorteile zu gewähren. Dies würde nicht nur den von den Zöllen betroffenen Unternehmen helfen, sondern auch Arbeitsplätze erhalten, erklärte sie.
Unternehmen
Privredna komora Srbije
Ministarstvo spoljnih poslova Republike Srbije
Tehnomarket d.o.o. Pančevo
Tester-al
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