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Gesellschaftliche und politische Krise beeinträchtigt den Kongresstourismus in Serbien, fast jede dritte Veranstaltung wurde abgesagt

Quelle: Biznis.rs Mittwoch, 19.03.2025. 09:50
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Podeli
Abbildung (FotoPavel L Photo and Video/shutterstock.com)Abbildung
Die aktuelle gesellschaftliche und politische Krise in Serbien beginnt auch, sich auf die Organisation internationaler Veranstaltungen und Messen auszuwirken. Nach Informationen, die Biznis.rs in Gesprächen mit Geschäftsleuten und Veranstalter solcher Treffen erhalten hat, kommt es immer häufiger zu Verschiebungen oder Absagen bereits geplanter internationaler Treffen, insbesondere in Belgrad.

Die Gesprächspartner behaupten, dass die vorherrschende Unsicherheit sowohl die Hoteliers als auch den Gastgewerbesektor zunehmend betrifft, da sich die negativen Auswirkungen auf den Kongresstourismus in der geringeren Zahl ausländischer Gäste in Serbien widerspiegeln. Demnach sei ein Rückgang der Veranstaltungszahlen um 20 bis 30 Prozent zu verzeichnen.

In einem Interview mit Biznis.rs weist der Direktor des Nationalen Reisebüroverbands Serbiens YUTA, Aleksandar Seničić, darauf hin, dass aufgrund der Gesamtsituation in unserem Land bis zu 30 Prozent der Veranstaltungen und Touristenankünfte abgesagt wurden.

- Was Großveranstaltungen betrifft, wurden diese noch nicht abgesagt, und ich denke dabei vor allem an die Kongresse, die für dieses Jahr geplant waren. Und das sind gute Nachrichten! Ob dies so bleibt, hängt vermutlich von der innenpolitischen Lage ab. Wir leben in der modernen Zeit und alles, was in Serbien passiert, gelangt schnell an die Weltöffentlichkeit und niemand kommt gerne in ein instabiles Umfeld. Die Gesamtereignisse haben also zweifellos negative Auswirkungen auf diesen Teil der Wirtschaft, bemerkt Seničić.

Er sagt, dass die Kongressbranche in Serbien ansonsten sehr gut funktioniere, insbesondere seit der Eröffnung des renovierten Sava Centers.

- Wir sehnen uns seit Jahren nach einem Kongresszentrum. Jetzt ist es so weit und das zeigt sich in der steigenden Zahl kleiner, mittlerer und großer Kongresse, die von Jahr zu Jahr zunimmt. Auch die Prognosen für 2026 und 2027 sind sehr gut. In Belgrad sind einige der größten Kongresse bestimmter Branchen geplant. Da wir nun über mehrere Säle und einen zentralen Plenarsaal mit einer Kapazität von bis zu 4.000 Personen verfügen, gehören wir definitiv zu den Ländern mit der kompletten Infrastruktur für die Organisation der anspruchsvollsten und größten Versammlungen. Das ist das Gute an der ganzen Geschichte – bemerkt Seničić.

Allerdings sei es seiner Meinung nach unmöglich vorherzusagen, wie sich das gesamte Jahr hinsichtlich Kongressen und Ausländerbesuchen in unserem Land entwickeln werde.

- Angesichts der innenpolitischen Lage ist eine Vorhersage sehr schwierig. Es gibt zwar derzeit Stornierungen, diese sind jedoch nicht so drastisch, aber selbst diese 20 bis 30 Prozent zeigen uns, dass wir aus Sicht ausländischer Gäste derzeit nicht das sicherste Reiseziel sind – so das Fazit von Aleksandar Seničić.

Reduzierte Gästezahl in Hotels

Der Direktor des Wirtschaftsverbands der Hoteliers und Gastronomen Serbiens HORES, Georgi Genov, bestätigte gegenüber Biznis.rs, dass die Gesamtsituation im Land auch Auswirkungen auf das Hotelgewerbe habe.

- Dies spiegelt sich in der Gästezahl wider, da die Zahl der Ankünfte ausländischer Teilnehmer bei internationalen Veranstaltungen zurückgegangen ist. Ich denke dabei vor allem an Kongresse, Tagungen und Seminare. Bei in Hotels organisierten Veranstaltungen kommt es zu Verschiebungen und sogar Absagen, die sich auf etwa 20 Prozent belaufen, betont Genov.

Der Direktor von HORES gibt an, dass das Problem auch in Ländern der Region wie Kroatien und Slowenien liege, die von Reisen nach Serbien abraten.

- Die gleiche Situation besteht in Bulgarien, wo es zwar keine offizielle Erklärung dazu gegeben hat, die Reisebüros und Reiseveranstalter jedoch die Einreisen einfach ausgesetzt haben. Die Auslastung der Unterkünfte und Kapazitäten ist alles andere als gut. Wir werden bald offizielle Daten haben, da wir eine Umfrage unter Hoteliers, Caterern und Kongresszentren durchführen – fügt Genov hinzu.
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