Haushaltsdefizit 2012 bei 4,25% des BIP - Einigung zwischen IWF und Regierung Serbiens über die erste Revisioon des vorbeugenden Kredit-Arrangements
Mittwoch, 16.11.2011.
14:37
Die Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Regierung Serbiens einigten sich heute über die erste Revision des vorbeugenden Kreditarrangements, das ein Haushaltsdefizit in Höhe von 4,25% des Bruttoinlandprodukts im Jahre 2012 erlaubt.
Diesjähriges Haushaltsdefizit unter dem erlaubten Niveau stelle die erste Sparmaßnahme in der Erwartung der Herausforderungen dar, "die uns in der folgenden Zeit erwarten", teilte der Staatsseketär des Finanzministeriums Dušan Nikezić mit.
Man habe sich mit dem IWF über das Handelsdefizit von 4,5% des BIP in diesem Jahr geeinigt, erklärte Nikezić.
- Es wurde bestätigt, dass Serbien in diesem Jahr die geplante Wachstumsrate von 2% erreichen wird, aber das sich das Wachstum 2012 wegen der Krise in der Eurozone verlangsamen wird, so dass wir mit maximal 1,5% rechnen können - sagte Nikezić.
Die für das nächste Jahr ausgehandelte Erhöhung der Renten und Gehälter im öffentlichen Sektor, im April und Oktober, kann realisiert werden und der Staat wird die Investitionen in die Infrastruktur und Subventionen für die Wirtschaft fortsetzen.
Der IWF-Vertreter für Mittel- und Osteuropa, Mark Alen, betont, dass Serbien die Kredibilitätseines neuen Haushaltsrahmen befestigen und die vereinbarten Regeln für das Haushaltsdefizit einhalten müsse. Das Haushaltsdefizit für 2012 von 4,25% des BIP liegt unter dem maximalen Niveau, weil die Staatsschuld unter dem Niveau von 45% des BIP bleiben muss.
Die Regierung muss alle Maßnahmen zur Senkung der Staatsschuld treffen, teilte Alen mit.
Der regionale IWF-Vertreter sei überzeugt davon, dass die Inflation in Serbien weiterhin zurückgehen und bis Ende des ersten Quartals 2012 im Zielrahmen der Zentralbank Serbiens sein wird.
Das Zahlungsdefizit sollte 2011 das Niveau von 7,5% des BIP erreichen und könnte 2012 ein wnig steigen, insbesondere nach der Produktionsaufnahme im Automobilwerk von Fiat in Kragujevac.
Er erwarte keine Probleme mit der Finanzierung des Zahlungsdefizits. Die Republik Serbien hat ein stabiles Finanzwesen, die Banken sind gut kapitalisiert, zahlungfähig und mit guten Mindestreserven.
Die Zentralbank Serbiens sei, seiner Meinung nach, in der Lage, die Stabilität des Banksystems in Serbien zu sichern, sogar im Falle der stärkeren Turbulenzen am europäischen Kapitalmarkt.
Die IWF hat Serbien Ende September dieses Jahres ein vorbeugendes Kreditarrangement im Wert von 1,1 Mrd. Euro gewährt. Das Darlehen sollte, Plänen zufolge, nur im Falle der größeren negativen Entwickungen am Finanzmarkt realisiert werden.
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