Strom sparen mit kurzen Haaren!
Sonntag, 04.09.2011.
20:10
Die japanische Baufirma Maeda Corp. fordert ihre 2.700 Angestellten auf, sich den gleichen, kurzen Haarschnitt zuzulegen. Dadurch soll nicht etwa die Zusammengehörigkeit oder Corporate Identity gestärkt werden. Nein - man will das Klima schützen.
Auch Frauen sollen ihren Look entsprechend ändern. Zwar fällt ihre Frisur nicht so kurz aus wie die ihrer Kollegen, doch die Damen müssten sich mit einem "süßen" Bob anfreunden, wie der britische "Telegraph" berichtet.
Was hat das Ganze mit Klimaschutz zu tun? Chizuru Inoue, eine Sprecherin der Maeda Corp., bezieht Stellung: "Wir haben keine genauen Daten, aber wir glauben, dass Menschen mit kurzem Haar ihren Fön nicht so lange benutzen müssen und auch nicht so viel Wasser verbrauchen."
Mit dieser Aktion handelt die Firma ganz im Sinne der japanischen Regierung: Sie hat Unternehmen und Haushalte aufgefordert, ihren Energieverbrauch drastisch zu reduzieren.
Der Auslöser für den Spar-Wahn war der Ausfall des Atomkraftwerks Fukushima nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im März 2011. Die Katastrophe hat zur Folge, dass auch andere japanische Kraftwerke vorübergehend schließen müssen, um Sicherheitstests durchzuführen. Das wiederum lässt Strom knapp werden.

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