Wirtschaftskammer Serbiens und Außenhandelskammer BiH wenden sich an CEFTA-Sekretariat
Freitag, 29.07.2011.
12:28
Die Wirtschaftskammer Serbiens und Außenhandelskammer Bosniens und Herzegowinas (BiH) verlangen die dringende Abschaffung des Exportverbots für Waren aus anderen Teilen Serbiens und eines Zolls von 10% auf Waren aus Bosnien und Herzegowina, die Behörden in Kosovo beschlossen haben.
Die Wirtschaftskammer Serbiens und Außenhandelskammer Bosniens und Herzegowinas haben sich in einem gemeinsamen Brief an Vertreter UNMIK/Kosovo und an das CEFTA-Sekretariat gewandt, in dem sie die dringenden Maßnahmen zur Abschaffung der neuesten Beschlüsse der vorläufigen Verwaltung in Kosovo über Importverbot und Zoll von 10% auf Waren aus BiH verlangen.
Der Direktor des Büros der Wirtschaftskammer Serbiens für regionale Zusammenarbeit, Milivoja Miletić, bestätigte in einem Interview für "Tanjug", dass sich die serbische und bosnisch-herzegowinische Kammer mit einem Brief an den UNMIK-Vertreter Robert Sorensen und Direktorin des CEFTA-Sekretariats Renata Vitez gewandt hat. Einseitige Beschlüsse und willkürliches Handeln jedes einzelnen CEFTA-Mitglieders üben eine negative Auswirkung auf die ganze Region, destabilisieren die politische und wirtschaftliche Situation im Westbalkan und entmutigen potenzielle ausländische Investoren, heißt es im Brief, so Miletić.
Die serbische und bosnisch-herzegowinische Kammer bestehen im gemeinsamen Brief darauf, dass die UNMIK/Kosovo, als Vorsitzender des gemeinsamen CEFTA-Komitees die dringenden Maßnahmen zur Abschaffung dieser Beschlüsse trifft und die völlige Anwendung des CEFTA-Freihandelsabkommens sichert.
"Der neueste Beschluss stellt eien drastischen Verstoß gegen das Internationale Recht und CEFTA-Freihandelsabkommens. Als Unterzeichner des Abkommens muss die UNMIK/Kosovo den freien Warenaustausch und Handel ermöglichen. Vorschriften, die den Markt eines Landes für ein anderes schließen sollten, sind unakzeptabel", warnt man im Brief. Der Importverbot und Einführung des Zolls haben die positiven Folgen des CEFTA-Abkommens verringert und die europäische Perspektive der ganzen Region gefährdet.
"Die Maßnahmen der Behörden in Prishtine können den Handel, Investitionen und Beschäftigung auf dem Territorium UNMIK/Kosovo nicht fördern und werden nur zur Intensivierung des Werkehrs im "Schatten" beitragen. Die Kosten für solche Maßnahmen tragen am Ende nur Bürger. Solche Entscheidungen verlangsamen die wirtschaftliche Erholung der ganzen Region und bedroenn sein Stabilität". Die Wirtschaftskammer Serbiens und Außenhandelskammer BiH bestehen darauf, dass die UNMIK/Kosovo als Vorsitzender des CEFTA-Komitees so schnell wie möglich entsprechende Maßnahmen gegen solche Schritte der Verwaltung in Kosovo trifft und die volle Anwendung des CEFTA-Abkommens sichert, heißt es in der Mitteilung.

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