Staat erhöht Anteil an der "Agrobanka" um 6-10% - Bank bereitet sich für die Expansion in Diaspora und am bosnisch-herzegowinischen Markt
Donnerstag, 30.06.2011.
15:09
ie Republik Serbien wird die Beteiligung an der Agrobanka spätestens bis Ende Juli um 6-10 Prozentpunkte erhöhen, kündigte das Mitglied des Exekutivausschusses der Bank Bojan Zarić an.
Die Geschäftsleitung verhandelt bereits mit dem Staat über die Pflicht der Agrobanka, Aktien der Republik Serbien anzukaufen, erklärte Zarić.
Man sollte nicht vergessen, dass Agrobanka 2007 durch Abkommen mit dem Staat die Forderung der Internationale Bank für Wiederaufba und Entwicklung (IBWE) in das Aktienkapital umgewandelt hat und sich dabei zum Ankauf der staatlichen Aktien seitens der Bank verpflichtet hat. Die indirekte Komponente des Darlehens wurde Ende 2009 durch Verabschiedung eines Gesetzes gelöst, das die Agrobanka von dieser Pflicht befreit hat.
Dem Staat gehören 20% des Aktienkapitals, Unternehmen 40%, der Bevölkerung 14% und Depotbanken 26%.
Außer an der Agrobanka beteiligt sich der Staat mit mehr als 20% an allen größeren Banken notiert an der Belgrader Börse - Komercijalna, Jubmes und Cacanska.
Die Erhöhung der Beteiligung von 2,9 auf 5% bis 2013, Gründung einer besonderen Bank für Diaspora, Expansion am bosnisch-herzegowinischen Markt durch Tochterbank "Agrobanka AD Banja Luka" - das sind die Hauptziele für die kommende Zeit.
Expansion in Bosnien und Herzegowina und Arbeit mit Diaspora
Mitte 2011 sollten die Aktivitäten am bosnisch-herzegowinischen Markt intensiviert werden. Die Expansion beginnt in Banja Luka, aber man wird bald Filialen in Sarajevo und Bijeljina eröffnen.
Die internationale Expansion sollte durch Gründung einer Bank für Diaspora, die Anlagen der Auswanderer in Projekte in Serbien investieren sollte.
Seit 2007, als die Bank Verluste in Höhe von 26 Mio. Euro verbucht hat, nimmt ihr Gewinn kontinuierlich zu. 2010 erreichte er den Wert von 11, 3 Mio. Euro (6,2% des Bankmarktes). Der Bank gelang, sich zu einer der meist profitablen einheimischen Banken zu entwicken. Agrobanka beteiligt sich mit 3,6% an Gesamtanlagen und mit 2,9% am Gesamtaktiva, was ihr den 10. Platz unter 33 Banken am Binnenmarkt sichert.
Kreditnehmer kaufen Aktien
Befragt zur Gestaltung der künftigen Kreditpolitik der Bank - in Hinsicht darauf, dass der größte Teil der Agrobanka-Aktien an der Belgrader Börse von Kreditnehmern gekauft worden war - sagte Zarić, "dass ihre Beteiligung am Kapital die Geschäftspolitik der Bank überhaupt nicht beeinflussen kann".
Agrobanka hat ein gut ausgebautes Filialnetz in Serbien. Von 2003 bis 2011 wurde die Anzahl der Filialen von 75 auf mehr als 150 mit fast 880 Angestellten erhöht. Obwohl es sich um eine Landwirtschaftsbank geht, die fast 50.000 Landwirte in Serbien serviciert, ist es ihr gelungen, 270.000 natürliche Personen als Kunden anzuziehen. Ihre Anlagen haben 365 Mio. Euro erreicht.
Die Bank wurde nach der Normen ISO 9001 und ISO 27001 zertifiziert und kann deshalb die Informationssicherheit bei Geld- und Kreditkartentransaktionen garantieren.
Agrobanka a.d. Beograd
Vlada Republike Srbije
NLB banka AD Beograd
Alta banka ad Beograd
Halkbank AD Beograd

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