Erholung des Außenhandels zwischen Serbien und Italien 2010
Freitag, 18.03.2011.
11:14
Nach einem unerwartet abrupten Rückgang 2009 erholte sich der Handelsaustausch zwischen Serbien und Italien im Vorjahr. Gemessen nach dem Gesamtwert der Exporte in den ersten zehn Monaten 2010 war Itelien der wichtigste Außenhandelspartner Serbiens. Fast 78% der Importe waren durch Exporte gedeckt.
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit seit 2000 ist durch kontinuierliches Wachstum des Warenverkehrs, wichtige Verträge über gemeinsame Investitionen und Kooperation in der Produktion sowie durch ein beneidenswertes Niveau der Zusammenarbeit im Bereich des Tourismus, Bank- und Verkehrswesens gekennzeichnet.
Der Außenhandel ist 2009 um 29% gefallen, aber Italien gehörte trotzdem zu den wichtigsten Außenhandelspartner Serbiens, mit einer Beteilungung von 10% am Gesamtaußenhandel.
Im Laufe 2010 wurden vor allem Rohstoffe und Produktinsmittel für Schuh- und Textilindustrie, Verpackungsmaschinen und Maschinen für die Kunststoffindustrie eingeführt, neue und gebrauchte Pkws und Lkws, Haushaltsgeräte, Möbel und Teile, nahtlose Rohre, Süßwaren, Papier und Karton, Marmor und Granit. Nach Italien wurden vor allem Rohstoffe und Zwischenprodukte ausgeführt.
(Serbisch-italienischer Handelsaustausch)
Die wichtigsten Verträge wurden in der Automobilindustrie, Produktin von Landmaschinen und Prozesausstattung für die Lebensmittelindustrie realisiert.
Die Partnerschaft mit dem italienischen Automobilriesen "Fiat" wird sicher als treibende Kraft auf die serbische Industrie wirken und die Kooperation zwischen serbischen und italienischen Autoteileherstellern fördern. Die Investitione von "Fiat" sollte andere Hersteller von Autoteilen nach Serbien anlocken.
Der weltweit bekannte, italienische Bekleidungshersteller "Benetton" investiert 43,2 Mio. Euro in eine Fabrik in Niš, wo sogar 2.700 Arbeiter in den folgenden vier Jahren eingestellt werden sollten. Die Unterzeichnung des Vertrags mit "Benetton" ist das größte Ereignis in der serbischen Textilindustrie in den letzten zehn Jahren und die größte Investition bisher in diesem Industriesektor in Serbien, erklärte der ehemalige Wirtschaftsminister Mlađan Dinkić nach der Unterzeichnung des Vertrags über die Investiton im Januar dieses Jahres.
Drei italienische Banken ("Banca Intesa", "UniCredit" und "Findomestic") sind seit mehreren Jahren am serbischen Markt tätig. Die Versicherung "Assicurazioni Generali" hat die serbische "Delta osiguranje" übernommen, während sich die Versicherung "DDOR Novi Sad" der "Fondiaria Gruppe" angeschlossen hat.
Als besonders interessant im Bereich der Bauindustrie ragt die gemeinsame Investition des italienischen Unternehmens "Alkalinea" und der serbischen Firma "Građevinar" aus Kraljevo in eine Anlage zur Herstellung von schnell montierbaren Trennwänden heraus. "SFIR" in Vicenza erwarb die Mehrheitsbeteiligung an Zuckerwerken in Senta und Nova Crnja. Die erfolgreiche Zusammenarbeit wurde auch im Bereich der Pharmaindustrie realisiert - zwischen Unternehmen "Zanini" und "Hemofrm". "Hemofarm" hat mit dem Unternehmen "Bertele" in eine Anlage zur Herstellung von Kunststoff in Vršac investiert. Italienische Besitzer haben die Produktion im unlängst privatisierungen Holz verarbeitenden Unternehmen "Crni Vrh" wieder aufgenommen. In Leskovac sollte bald die Produktion von sogenannten Sandwich-Tischlerplatten starten. Der bekannte italienische Hersteller von Spanholz, "Fantoni" aus Udine, übernahm Ende 2006 das Holz verarbeitende Unternehmen "Špik Ivanjica". Durch Investitionen im Wert von 30 Mio. Euro will man die Produktion auf 300.000 m3 Holzplatten steigern.
Die Schuhindustrie war immer interessanter Sektor für die Zusammenarbeit zwischen serbischen und italienischen Herstellern, was die erfolgreiche Kooperation zwischen einheimischen Unternehmen "Laki Line" aus Čačak, "Solid" aus Subotica, "Milotex" aus Šimanovci und "Kulska fabrika obuće" aus Kula und italienischen "Filante", "Lorecanti", "Olip" und "Gianpetro" beweist.
Ähnliche Initiativen wurden in der Textilindustrie realisiert: "Fibest" übernahm die serbische Firma ATEKS und "Dalle Carbonare" investierte in die Stoffabrik in Paraćin. "Diana" aus Sremska Mitrovica und "Fruška Gora" aus Ruma arbeiten seit mehrern Jahren für weltweit bekannte italienische Modehäuser wie "Gucci", "Prada" und "Max Mara".
"Manifatture settentrionali" will in Vrbas eine Anlage zur Herstellung von Modebekleidung bauen lassen. Man nahm in Zaječar bereits die Fertigung von Schlafanzügen und Unterwäsche für den italienischen Markt auf. Unternehmen "Pompea" und "Fulgar" investierten 25,5 Mio. US-Dollar i ndie Herstellung von Strumfhosen und Kunststofffasern in Zrenjanin. "Golden Lady" hat vor mehreren Jahren Anlagen zur Herstellun von Strumpfhosen in Valjevo und Loznica in Betrieb genommen.
Es gibt auch mehrere Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Metallindustrie: "Pometon" aus Venedig gründete ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Unternehmen "Topionica" aus Bor, um die Kapazitäten für die Herstlelung von Kupferpulver zu erweitern. "Krušik" aus Valjevo arbeitet seit mehreren Jahrens mit dem italienischen Unternehmen "Cedite" an der Herstellung von Jagdmunition zusammen. "Zastava automobili" liefert Zahnräder an Usco" in Modena. "STG" hat im Oktober 2010 die Eisen-Schmelzanlage "Sirmium Steel" in Sremska Mitrovica im Wert von 40 Mio. US-Dollar in Betrieb genommen.
M.D.
ICE-Italijanska agencija za spoljnu trgovinu Beograd
Ambasada Italije Srbija
FIAT Torino Italia
FCA Srbija Kragujevac
Banca Intesa a.d. Beograd
UniCredit Bank Srbija a.d. Beograd
Findomestic banka a.d. Beograd
Generali Osiguranje Srbija a.d.o. Beograd
DDOR NOVI SAD a.d.o
Benetton Group Treviso
NITEX d.o.o. Niš
Ministarstvo privrede Republike Srbije
SFIR-Italija
Hemofarm a.d. Vršac
ŠPIK-Iverica d.o.o. Ivanjica
Milotex Šimanovci
Zastava auto Kragujevac
Sirmium steel Sremska Mitrovica

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