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125. Geburtstag des Automobils

Quelle: eKapija Montag, 31.01.2011. 15:47
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Podeli

Vor genau 125 Jahren, am 29. Januar 1886, hatte Carl Benz sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ unter der Patentnummer 37435 beim damaligen Berliner Patentamt eingereicht. Dieses Datum gilt als Geburtsstunde des Automobils. Im gleichen Jahr stellte der schwäbische Erfinder und Unternehmer Gottlieb Daimler seine Motorkutsche fertig.

Es ist erstaunlich, daß zwei Männer gleichzeitig, aber völlig unabhängig voneinander, solch einen Motor entwickelten: die beiden Deutschen Gottlieb Daimler (1834-1900) und Karl Friedrich Benz (1844-1929). Sie arbeiteten nur hundert Kilometer voneinander entfernt: Daimler in Stuttgart und Benz in Mannheim, beides im Südwesten Deutschlands im heutigen Bundesland Baden-Württemberg gelegen. Dennoch haben sie nie ein Wort miteinander gewechselt, auch nicht schriftlich.

Beide entwickelten einen sogenannten Verbrennungs- oder Explosionsmotor: Durch die Zündung kleinster Mengen von Benzin in einem Zylinder mit Hilfe des Funkens einer Zündkerze entsteht ein kräftiger Explosionsstoß, der einen Kolben in Bewegung setzt. Wenn solche kleinen Explosionen ganz schnell aufeinander folgen, kann die dabei entstehende Energie ein Fahrzeug antreiben. Da dieser Vorgang in vier Stufen abläuft, nennt man diesen Motor auch Viertaktmotor.

Gottlieb Daimler stammt aus Schorndorf bei Stuttgart. Zunächst leitete er mit dem Erfinder Nikolaus August Otto (1832-1891) eine Maschinenfabrik in Köln. Otto hatte bereits einen Explosionsmotor konstruiert (Der heutige Otto-Motor ist also nach ihm benannt). Aber dieser von Otto gebaute Motor war noch zu groß und zu schwer, um ihn in Fahrzeuge einbauen zu können. Außerdem bezog er seine Energie aus der fortlaufenden Explosion kleinster Gasmengen. Gas gab es damals aber nur in größeren Städten.

Deshalb entwickelte Daimler in Stuttgart Ottos Erfindung weiter zu einem kleinen, leichten Motor, den man in Fahrzeuge einbauen konnte. Als Treibstoff wählte er Benzin (Petroleum), das relativ sparsam im Verbrauch war, womit man deshalb auch über größere Entfernungen fahren konnte.

Es war für Daimler ein mühsamer Weg. Immer wieder explodierte bei seinen Versuchen das Benzin zu früh im Zylinder des Motors. Das war für Daimler nicht nur gefährlich. Sondern das ließ ihn auch manchmal fast daran verzweifeln, jemals einen Motor zu entwickeln, der im richtigen Augenblick von selber zündete.

Endlich, im Jahre 1885, hatte Daimler es geschafft. Er hatte den ersten Motor erfunden, den man gut in alle Fahrzeuge einbauen konnte und der problemlos lief.

(Karl Benz)

Karl Friedrich Benz, geboren in Karlsruhe, wollte nicht nur, wie Daimler, einen neuen Motor für die verschiedensten Fahrzeuge entwickeln. Sondern er hatte von vornherein den Bau des gesamten Autos im Blick.

Auch Benz war ein begabter und zäher Erfinder. In seiner Werkstatt in Mannheim machte auch er aus dem von Otto entwickelten Explosionsmotor einen brauchbaren Automotor. In manchem war sein Motor Daimlers Motor überlegen.

Gleichzeitig konstruierte er die anderen Teile, ohne die ein Auto nicht fahren kann: die Zündung des Benzins durch einen starken elektrischen Funken, die Kühlung des Motors durch Wasser, die Kupplung, die Lenkung und anderes.

1886 war sein "Auto" fertig. Es hatte die Form einer Kutsche auf drei Rädern, besaß 0,9 PS und machte viel Lärm und Gestank - wie alle frühen Autos. Bald baute Benz seine Autos dann auch mit vier Rädern.

Dies erste "Auto" von Benz aus dem Jahr 1886 ist die Urform des Autos. Es war zum ersten Mal ein Auto, das ohne alle Schwierigkeiten fuhr. Seine grundsätzlichen Bestandteile werden heute in allen Autos der Welt verwendet.

Mit einer großen Gala hat Daimler den 125. Geburtstag des Automobils gefeiert. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) waren etliche Prominente wie Fußball-Legende Franz Beckenbauer, der mehrmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und Tennis-Star Boris Becker bei der Feier.

Der Vorstandsvorsitzende des Premiumherstellers, Dieter Zetsche, betonte bei dem Festakt am Samstagabend in Stuttgart: „Als Erfinder des Automobils hat Daimler den Anspruch, die Zukunft der Mobilität von der Spitze weg zu gestalten.“

Für die Autoindustrie sei aktuell die wesentliche Herausforderung, den Übergang zur Elektromobilität zu schaffen, erklärte der Auto-Manager. „Wenn Daimler und Benz noch lebten, dann würden sie uns raten, grüne Autos noch faszinierender und faszinierende Autos noch grünes zu machen“, betonte Zetsche, der mit Jutta Benz, der Urenkelin des Autopinoniers Carl Benz, die Gala eröffnete. „Nur attraktive Innovationen sind wirksame Innovationen.“

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